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Kolumne Unsere Woche : Der Innenstadt blüht einiges

Kolumne Unsere Woche : Der Innenstadt blüht einiges

Wer in diese Tagen durch die Straßen von Merzig geht oder fährt, fühlt sich an manchen Stellen in die freie, fast unberührte Natur versetzt. Überall herrliche, üppig blühende Wildblumen, die in mehr als allen Farben des Regenbogens erstrahlen.

Wer sich die Zeit nimmt und etwa im Bereich der Kasinostraße oder am Landratsamt näher hinschaut, der sieht sogar, wie sich Insekten an der Herrlichkeit erfreuen. Ein Summen und Brummen dass es eine Freude ist: Schmetterlinge lassen sich auf den Blüten nieder, Bienen und Hummeln umschwirren das Blütenmeer. Man sollte wirklich ein paar Minuten inne halten und erfahren, was Entschleunigung bedeutet und wie einfach sie zu erreichen ist.

Man darf ja mal loben dürfen: Zu verdanken sind diese herrlichen Farbkleckse wohl dem städtischen Gartenamt. Dieses hat mit der aktuellen Pflanzaktion die bereits pfiffigen Aktionen in früheren Jahren deutlich getoppt. Da waren in einer Saison an vielen Stellen im Stadtgebiet leckere Früchte gepflanzt worden, etwa herrliche Erdbeeren, die man einfach im Vorbeigehen pflücken konnte. Und in einem anderem Jahr war Gemüse angepflanzt worden - auch interessant. In jedem Falle: Danke dafür!

Wer sich nach der Lektüre dieser Kolumne auf die Suche nach der Wildblumenpracht machen möchte, muss am Reglerplatz übrigens nicht nachschauen. Der wurde bei der Pflanzaktion irgendwie ausgeklammert. Was aber eigentlich nur Zufall sein kann und keine Absicht. Pflanzen findet man hier freilich schon, aber nur solche, die jeder Garten- und Vorgartenbesitzer schon längst rausgerissen hätte. Der Platz, dem berühmtestens Sohn der Stadt gewidmet, versprüht nach wie vor den Charme des Bahnhofvorplatzes von Chemnitz im Jahr 1987. Man darf sich aber in Merzig darauf verlassen, da wird sich was tun. Setzt der Stadtrat sich über die Bürger hinweg - nichts Gutes. Gelingt es ihm nicht, tut sich auch was, nämlich nichts.