Kolumne "Wort zum Alltag": Wozu sind wir Kirche?

Kolumne Wort zum Alltag : Wozu sind wir Kirche?

Die Frage „Wozu sind wir Kirche?“ hat für mich eine faszinierende Dynamik. Man könnte eine Reihe weiterer Fragen anschließen: Was will Kirche eigentlich vermitteln? Was beinhaltet die Botschaft des Glaubens?

Wer ist Kirche? Die Reihe der Fragen kann noch durch viele weitere Fragen ergänzt werden. Dabei haben alle Fragen damit zu tun, was mich im Herzen bewegt. Es geht um das, was mich antreibt, mich für meinen Glauben und „Kirche“ einzusetzen.

Vor etwa zwei Wochen war die Frage „Wozu sind wir Kirche?“ eine der Leitfragen, zu denen Interessierte auf einer Sonderfahrt der Museumseisenbahn ins Gespräch gekommen sind. Das Dekanat Losheim-Wadern lud durch die Steuerungsgruppe zu dieser besonderen Fahrt ein, um dem Auftrag der Synode anfänglich umzusetzen. Unter dem Motto „Steig ein, gestalte mit!“ fanden sich etwa 100 Menschen zusammen, denen „Kirche“ am Herzen liegt. Was Kirche in diesem Zusammenhang bedeutet, könnte vielfältiger nicht sein.

Kirche kann als die Institution wahrgenommen werden; Kirche kann jede und jeder sein; Kirche kann die Gemeinschaft der Glaubenden sein und vieles mehr. Was scheinbar alle Kirchenbilder verbindet, ist so etwas wie ein „Kern des Glaubens“. Die Botschaft des Evangeliums hat Antriebskraft.

Was ist dein „Kern des Glaubens“? Welche Aussage/Zusage berührt dich? Was ist dein Grund, dich für und in „Kirche“ zu engagieren?Bischof Stephan Ackermann macht die Frage „Wozu sind wir Kirche?“ im Kontext der Synodenumsetzung stark. Sich diese Frage zu stellen heißt, sich zu besinnen auf das, was trägt.

Bei aller Wichtigkeit, die auch die Strukturdebatten haben: Mich tragen keine Pfarreigrenzen. Mich trägt die Zusage Gottes: Du bist gewollt – so wie du bist! Was meinst du? Wozu sind wir Kirche?

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