Glaubens-Kolumne Wort zum Alltag: Erschreckender Umgang mit Lebensmitteln

Wort zum Alltag : Die Schöpfung bewahren

Zu Beginn des Herbstes wird vielerorts das Erntedankfest gefeiert. Wir danken für die von Gott geschenkten Gaben, die wir zum Leben brauchen. Sie sind durch die Kräfte der Natur und die Mühe des Menschen gewachsen und geerntet worden.

Erschreckend ist jedoch, wie oftmals mit diesen wertvollen Gaben umgegangen wird. Lebensmittel, die eigentlich vollkommen in Ordnung sind, werden zuhauf weggeworfen. Gottes Schöpfung, die für uns diese Gaben bereithält, wird mehr und mehr durch unterschiedliche Faktoren zerstört. Ein Lebensstil in „Saus und Braus“ ist allenthalben anzutreffen, der häufig einen sehr unachtsamen und verschwenderischen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Lebensmitteln mit sich zieht.

Deswegen wird der Ruf nach der Bewahrung der Schöpfung gerade in der heutigen Zeit immer lauter. Jede und jeder ist für unsere Umwelt und Natur verantwortlich und kann schon im Kleinen etwas bewirken. Die Achtung vor der Schöpfung und der verantwortungsvolle Umgang mit den Lebensmitteln kann ein kleiner Anfang und Beitrag dazu sein. Erst dann können wir doch wirklich Erntedank feiern.

John Rutter, einer der bedeutendsten englischen Komponisten unserer Zeit, drückt Lob und Dank für die Gaben in einer sehr bekannten Komposition absolut passend folgendermaßen aus: „Lob sei dir, o Herr, für deine Schöpfung, lass uns dankbar sein, auf dass wir sehn: Alle guten Gaben, aller Segen, all dies kommt von dir.“

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