| 20:25 Uhr

Kreisparteitag der CDU
Kreis-CDU: Lebensmittel sollen mehr wertgeschätzt werden

Roland Theis ist der neue Kreisvorsitzende der CDU.
Roland Theis ist der neue Kreisvorsitzende der CDU. FOTO: Saarland/M. Lutz / Lutz, Markus
Münchwies. Kreisparteitag der CDU befasst sich unter anderem mit Anträgen zu Gema-Gebühren, Lebensmitteln aus der Region und dem ÖPNV. Von Marc Prams

Nachdem mit Roland Theis am Samstagmorgen der neue Kreisvorsitzende in der Sport- und Kulturhalle Münchwies gewählt war (wir berichteten) und auch der Kreisvorstand, der dieses Mal fast zu gleichen Anteilen aus Frauen und Männern besteht, befassten sich die Delegierten des CDU Kreisparteitags mit den eingereichten Anträgen. Acht Stück an der Zahl lagen auf den Tischen, sieben davon waren vom Gemeindeverband Illingen eingereicht worden, einer vom CDU Kreisvorstand.


Der Leitantrag des Kreisverbandes stellte die Ernährung in den Mittelpunkt. Lebensmittel sollen mehr wertgeschätzt und regional bezogen werden, die Verschwendung von Lebensmitteln weitgehend vermieden. Dies sei zugleich ein ethisches und soziales Ziel. Der Kreisverband will hierzu auch den Dialog mit Herstellern und Händlern treten und bei Verbrauchern weiter für einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln werben.

Gleich drei Anträge des CDU-Gemeindeverbands Illingen befassten sich mit der Zukunft des öffentlichen Personennahverkehrs im Kreis Neunkirchen: Die Delegierten sprachen sich für ein günstiges saarlandweites Tagesticket aus, für die klimafreundliche Umstellung der Busflotten im Kreis auf umweltfreundliche Antriebe und die Sicherstellung einer modernen Antriebsvariante für die Illtal-Bahnstrecke.



Außerdem erneuerten die Delegierten ihre Forderung nach einer Finanztransaktionssteuer.

Im Rahmen einer landesweiten Diskussion will der Kreisparteitag geklärt wissen, ob das ehrenamtliche Engagement bei der Feuerwehr mit einer kleinen Zusatzrente honoriert werden könnte. Auch das eine Forderung der Illinger CDU.

Einige der Anträge sollen auch auf dem Bundesparteitag gestellt werden. Dort soll auch ein Antrag des Kreisparteitages behandelt werden, der vielen Delegierten aus ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit auf den Nägeln brennt: die  Frage der Ausgestaltung der Gema-Abrechnung bei Dorffesten. Der Illinger Ortsvorsteher Wolfgang Scholl berichtete hierzu in seiner Antragsbegründung von den Schwierigkeiten bei der Arbeit vor Ort. Hohe Ausgaben für die Gema bei Dorf- oder Stadtfesten würden immer mehr Kommunen oder Vereine von der Ausführung solcher Feste abschrecken, heißt es in dem Antrag. Der Kreisparteitag sprach sich danach für ein einfacheres und billigeres Gema-Verfahren für ehrenamtliche Veranstaltungen aus.