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Frankreich: Maskenpflicht bei Veranstaltungen ab nächster Woche

Neuregelung betrifft insbesondere Geschäfte : Corona-Pandemie: Frankreich verschärft die Maskenpflicht

Früher als gedacht wird in Frankreich eine Maskenpflicht für Veranstaltungen in geschlossenen öffentlichen Räumen gelten.

Die von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron angekündigte Maskenpflicht für öffentliche geschlossene Räume soll bereits von kommender Woche an gelten. Dazu sei eine Verordnung geplant, sagte Regierungschef Jean Castex am Donnerstag im französischen Senat - dies ist das Oberhaus des Parlaments. Die Neuregelung betrifft insbesondere Geschäfte.

Macron hatte in einem TV-Interview am Dienstag in Aussicht gestellt, dass die Maskenpflicht vom 1. August an gelten könnte. „Ich habe gehört und verstanden, dass diese Fristsetzung verspätet erschien und einige Fragen hervorrief“, sagte Castex. In Frankreich wird - wie auch in anderen Ländern - eine zweite Welle der Covid-19-Pandemie befürchtet. Ein präziser Termin für die Verordnung blieb zunächst offen.

In Frankreich gilt bisher in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Maskenpflicht. Läden oder andere Einrichtungen können selbst entscheiden, ob die Menschen eine Maske tragen müssen. In zahlreichen Sehenswürdigkeiten ist dies zum Beispiel vorgeschrieben.

Führende Wissenschaftler hatten am Wochenende eine Maskenpflicht in öffentlichen geschlossenen Räumen gefordert. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte bei einem Paris-Besuch grundsätzlich positiv auf Macrons Vorstoß reagiert. „Masken - Alltagsmasken - können einen Unterschied machen“, so Spahn am Dienstag.

Behörden in Frankreich warnten bereits vor einem Anstieg der Corona-Fälle - wenn auch auf niedrigem Niveau. Frankreich ist von der Corona-Krise mit rund 30 000 Toten hart getroffen. In der nordwestfranzösischen Stadt Laval und fünf anderen Kommunen des Départements Mayenne gilt bereits eine Maskenpflicht für geschlossene öffentliche Räume, wie die örtliche Präfektur mitteilte. In dem Verwaltungsbezirk gibt es überdurchschnittlich viele neue Corona-Fälle.

(dpa)