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Forbach, Metz und Nancy wählen am Sonntag neuen Bürgermeister

Kommunalwahl in Frankreich : In Lothringen stehen die Zeichen auf Wechsel

Wegen der Corona-Krise musste die zweite Runde der Kommunalwahl verschoben werden. Manche langjährige Bürgermeister treten in der Grenzregion nicht mehr an.

In den zwei größten Städten Lothringens kündigt sich bei der Stichwahl am Sonntag ein Wechsel an. Nach mehr als zwölf Jahren als Bürgermeister von Metz geht der Sozialist Dominique Gros in den Ruhestand. Favorit für seine Nachfolge ist der Konservative François Grosdidier. Mit 29 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang verfügt er über einen deutlichen Vorsprung vor Xavier Bouvet (Grüne, 24 Prozent). Ebenfalls für die Stichwahl qualifiziert, aber ohne realistische Chance tritt am Sonntag die Kandidatin der populistischen Partei Rassemblement Nationale, Françoise Grolet, an.

Umgekehrt könnte in Nancy der Sozialist und aktuelle Präsident des Départements Meurthe-et-Moselle, Mathieu Klein, den bisherigen konservativen Bürgermeister Laurent Hénart aus dem Amt drängen. Zwar war der Unterschied zwischen Klein (37 Prozent) und Hénart (34 Prozent) geringer als bei den Kandidaten in Metz, doch haben die drittplatzierten Grünen (10 Prozent) dazu aufgerufen, in der Stichwahl für Klein abzustimmen.

Direkt an der Grenze zum Saarland wird es in Forbach auf jeden Fall einen neuen Mann an der Stadtspitze geben. Der langjährige Amtsinhaber Laurent Kalinowski war nicht mehr angetreten. Die meisten Stimmen im ersten Wahlgang bekam der konservative Alexandre Cassaro (21 Prozent), dicht gefolgt von Eric Dilligent (19 Prozent), der zwar keiner Partei angehört, jedoch ebenso dem konservativen Lager zugerechnet wird. Außerdem haben sich Christian Peyron und der Ex-Beigeordnete Thierry Homberg (jeweils 15 und 13 Prozent) für die Stichwahl qualifiziert.