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Training für Rhythmus und Aufmerksamkeit

Training für Rhythmus und Aufmerksamkeit

Einen prominenten Lehrmeister hatten 16 Reiter beim Springlehrgang am Zweibrücker Landgestüt. Der luxemburgische Nationaltrainer Marcus Wenz zeigte den 16 Teilnehmern, wie man verschiedene Hindernisse am einfachsten überwindet.

Wer die luxemburgische Nationalmannschaft zum Erfolg führt, trainiert auch an der Basis anders. Davon konnten sich 16 Reiter aus der Region beim Springlehrgang mit Marcus Wenz im Zweibrücker Landgestüt überzeugen. Der vielfache Landesmeister und Gestütsleiter im ZYX Stud im hessischen Elbtal-Hangenmeilingen blickt auf eine internationale Karriere zurück, in der der 50-Jährige unter seinen mehr als 130 Siegen auch den Nationenpreis in Tripolis für sich entscheiden konnte. Von 1990 bis 1994 trainierte er mit Dirk Hauser auf der Etzenbacher Mühle und konnte von Familie Rubly, mit der er befreundet ist, für einen Lehrgang beim RFV Zweibrücken gewonnen werden.

Selbst erfahrene Turnierreiter wie Johanna Rubly, Nina Schanne, Ingo Linn oder Anke Schmitt erlebten einen völlig neuen Trainingsaufbau. Über engen Trabstangen und Galoppspiralen um sechs eng gestellte Hindernisse übten die Reiter, ihre Pferde zu versammeln und auf ganz engen Wendungen zu reiten. Die Springarbeit begann mit der Springfolge der sechs auf unterschiedliche Höhe gebauten sogenannten In-Outs, die das Pferd mit jedem Galoppsprung überquert. Ein Training für Rhythmus und Aufmerksamkeit.

Die Wegeführung mit schräg gestellten Hindernissen, Hindernissen, die sofort aus einer Wendung anzureiten waren, sowie Höhen und Distanzen forderten den Reitern einiges ab. Dabei erklärte der Nationaltrainer immer wieder, korrigierte scheinbar jede Kleinigkeit und sparte nicht mit Lob bei guter Leistung.

Am Ende waren beide Seiten zufrieden: Die Reiter mit dem fordernden, hilfreichen Training, das ihnen neue Inspiration für die tägliche Arbeit und die gezielte Turniervorbereitung gab, sowie der Trainer mit der Entwicklung der Teilnehmer.