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Pferdesport: Turniere in Zweibrücken und Region geplant

Pferdesport : Einige Reiter stehen in den Startlöchern

Während der RFV Thaleischweiler sein Turnier abgesagt hat, halten der RSC Walshausen und der Springreiter-Club an Planungen fest.

Reitturnier ausrichten oder nicht? Dazu gibt es in der Region derzeit keine einheitliche Meinung. Nachdem die Veranstalter lange gehofft hatten, hat sich der Pfälzer Pony RFV Thaleischweiler-Fröschen Anfang der Woche dazu entschlossen, sein für Mitte Juni geplantes Traditionsturnier aufgrund der Corona-Krise doch abzusagen. „Die Reiter sind heiß“, weiß die Vereinsvorsitzende. Dennoch haben Sabine Dauenhauer und der Vereinsvorstand zahlreiche Gegenargumente. Besonders in Thaleischweiler-Fröschen lebt das Turnier von seiner familiären Atmosphäre und der Begeisterung aus dem Ort. Die räumlichen Gegebenheiten ließen jedoch vermuten, dass eine Umsetzung der Auflagen nicht zu realisieren ist. „Unter diesen Umständen haben wir einfach keine Lust“, gesteht die engagierte Pferdefrau. Zumal der Verein von den Einnahmen aus der Bewirtung lebe. Und das Turnier sei nur Dank der Sponsoren zu stemmen, die allerdings jetzt alle mehr oder weniger Corona geschädigt seien. „Ich würde mich jetzt schämen, jemanden um Geld zu fragen“, sagt Sabine Dauenhauer.

Andere Vereine hingegen stehen „in den Startlöchern“. So auch der RSC Walshausen, der Anfang Juli sein Vielseitigkeitsturnier plant. „An der Planung halten wir fest“, erklärt Kerstin Müller. Allerdings will der Verein in Absprache mit dem Pferdesportverband Pfalz die dafür geplante Pfalzmeisterschaft verschieben. „Unseres wäre wohl eines der ersten Turniere“, schätzt die Tunierleiterin, nachdem nun auch Thaleischweiler abgesagt hat. Die Reiter und Pferde hätten somit keine Möglichkeit, sich „einzulaufen“. Keine gute – und vor allem für Neueinsteiger und weniger erfahrene Reiter keine faire – Voraussetzung. Stattdessen soll, sofern möglich, ein Late-Entry-Turnier mit kleinen Spring- und Geländerreiterprüfungen angeboten werden. Kerstin Müller weiß, „das lässt sich innerhalb von einer Woche organisieren.“ Um mögliche Auflagen macht sich der Verein weniger Gedanken. Er ist sich sicher, diese erfüllen zu können.

Ebenfalls bereit für den Turnierstart ist der Springreiter-Club Saarpfalz. Dessen Vorstand unter Vorsitz von Ramona Schmidt kann ebenfalls kurzfristig agieren. Stattfinden sollen Turniere dann zentral, im Landgestüt Zweibrücken. Besonders für die Nachwuchspferde sei es extrem wichtig, Erfahrung auf unterschiedlichen Plätzen und mit anderen Pferden zu sammeln. Wenngleich jetzt ein Pferd nicht nur für seine Gesunderhaltung bewegt, sondern mit Unterricht wieder trainiert werden darf, sind Großveranstaltungen bundesweit bis Ende August untersagt. Der Pferdesportverband Rheinland-Pfalz steht jedoch in Verhandlung, dass ländliche Turniere dazu nicht zählen.