3. Handball-Liga Süd-West TVH ohne entsprechende Einstellung ohne Chance

Rodgau · Der Handball-Drittligist aus Homburg unterliegt klar bei der HSG Rodgau Nieder-Roden. Richtungsweisendes Duell gegen Haßloch.

 Homburgs Rebelo Magalhaes (schwarz) erzielte bei der klaren Niederlage beim Tabellendritten HSG Rodgau Nieder-Roden sechs Treffer.

Homburgs Rebelo Magalhaes (schwarz) erzielte bei der klaren Niederlage beim Tabellendritten HSG Rodgau Nieder-Roden sechs Treffer.

Foto: Markus Hagen

Nach zwei Heimsiegen in Folge haben die Handballer des TV Homburg im Auswärtsspiel bei der HSG Rodgau Nieder-Roden eine Überraschung verpasst. Der Aufsteiger unterlag am Samstag klar mit 27:36 (11:18). Jörg Ecker, der Sportliche Leiter der TVH-Handballabteilung vermisste über die 60 Minuten die Einstellung seiner Spieler. „Unsere 6:0-Deckung zeigte sich zu offensiv, ließ den HSG-Angreifern zu viele Räume, die dies besonders in der ersten Halbzeit immer wieder gnadenlos ausnutzten.“ Enttäuschend sei zudem die schwache Chancenverwertung der Homburger im ersten Abschnitt gewesen. „So war das Spiel zum Pausenpfiff längst für die HSG Rodgau entschieden.“ Trotz der Niederlage wahrt der Aufsteiger als Zwölfter (18:34 Punkte) aber sein Polster von zwei Zählern auf die Abstiegszone.

Nur mit den ersten 16 Minuten konnte der TV Homburg ganz gut leben. Nach dem Anschlusstreffer zum 7:8 durch Robin Egelhof lief bei den Saarländern allerdings nicht mehr viel im Angriff zusammen. Eine gute Torchance nach der anderen wurde vergeben. Innerhalb von nur vier Minuten hatte die HSG Rodgau Nieder-Roden ihren Vorsprung durch einen 4:0-Lauf auf 12:7 ausgebaut. In der 20. Minute war bereits eine gewisse Vorentscheidung zugunsten des Tabellendritten gefallen. Jörg Ecker: „Wir hatten uns nach den beiden jüngsten Niederlagen der HSG schon etwas ausgerechnet. Aber mit so einem Auftreten hatten wir keine Chance, den Gegner auch nur annähernd zu gefährden.“ Der TV Homburg baute nach 20 Minuten immer mehr ab. In der Abwehr bekamen die Gäste den Gegner nie in den Griff.

In der zweiten Halbzeit ließ die HSG in der Abwehr angesichts des klaren Vorsprungs dann die letzte Konsequenz vermissen, sodass der TVH den Pausen-Rückstand noch einigermaßen konstant halten konnte. Top-Torjäger Yves Kunkel (13 Treffer) zeigte sich zwar einmal mehr in Wurflaune, aber seine Mitspieler – von Rebelo Magalhaes (6 Tore) einmal abgeshen – enttäuschten in der Offensive. Und hinten in der Abwehr waren die Keeper chancenlos gegen die Trefferflut der Hausherren. „Da war für unsere Torhüter überhaupt nichts zu halten. Die HSG-Spieler stießen immer wieder in die Tiefenräume, spielten sich damit durch und standen alleine vor dem Tor“, haderte Jörg Ecker. Insgesamt sei die Vorstellung des TV Homburg mehr als enttäuschend gewesen, auch weil taktisch nichts umgesetzt wurde, was man sich vorgenommen hatte. Die Niederlage an sich sei sicherlich kein Beinbruch im Hinblick auf den anvisierten Klassenverbleib. Aber die Art und Weise sei nicht akzeptabel gewesen. Die fehlende Bereitschaft zum Kampf und zur Gegenwehr vermisste der Sportliche Leiter.

„Wir müssen dieses Spiel ganz schnell abhaken, um uns nun ganz gezielt auf das kommende Duell am Samstag gegen Schlusslicht TSG Haßloch vorzubereiten.“ Eine Schlüsselpartie im Kampf gegen den Abstieg. „Wenn wir das Spiel gewinnen, steht Haßloch als erster Absteiger fest.“ Mit 20 Punkten hätte der TV Homburg dann gegenüber dem Schlusslicht drei Spieltage vor Saisonende bereits fünf Zähler Vorsprung. Ecker rechnet weiter: „20 Zähler dürften reichen, weil die Teams auf den derzeitigen Abstiegsrängen 15 mit Interaktiv Düsseldorf und 14 mit dem TuS Dansenberg erst 16 Punkte haben.“ Es sei unwahrscheinlich, dass Düsseldorf und Dansenberg noch die nötigen fünf Punkte sammeln, um die Homburger zu überholen. Bei Punktgleichheit in der Abschlusstabelle zählt nicht das Torverhältnis, sondern der direkte Vergleich – und hier hat der TVH gegenüber Düsseldorf, Dansenberg und den 13. TV Aldekerk, der mit 18 Punkten gleichauf mit dem TV Homburg ist, die Nase vorne.

Neben der Partie gegen Haßloch hat der TV Homburg noch zwei Auswärtsaufgaben beim Sechsten Longericher SC und beim Siebten TuS Opladen zu absolvieren. Dazu kommt noch ein Heimspiel gegen den ungeschlagenen bereits feststehenden Meister TuS Ferndorf. Ecker setzt ganz auf die Heimstärke seines Clubs: „Wenn wir an die Leistungen aus den letzten Monaten in der Robert-Bosch-Halle anknüpfen, können wir den Sack Klassenerhalt mit einem Heimsieg über Haßloch zumachen.“ Siege in sechs seiner letzten sieben Heimspiele machen dem TV Homburg berechtigte Hoffnung darauf.

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