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Pferdesport: Zwei Zweibrücker Renntage noch in Planung

Pferderennen : Zwei Renntage stehen weiter auf dem Plan

Der Pfälzische Rennverein Zweibrücken hofft, in diesem Jahr, 200 Jahre nach der Premiere, sogar wieder Zuschauer begrüßen zu können. Die anvisierten Termine sind der 27. Juni und der 22. August.

Die donnernden Hufen der Galopper und Traber, die über die Rennwiese preschen, spannende Kopf-an-Kopf-Rennen, die bunten Trikots der vorbeifliegenden Jockeys – all das gab es seit Mai 2019 auf der Zweibrücker Rennwiese nicht zu sehen. Denn auch dem Pferderennsport machen nun bereits im zweiten Jahr die Auflagen der Corona-Pandemie ordentlich zu schaffen. Nachdem 2020 ein Totalausfall zu verbuchen war, hoffen die Verantwortlichen des Pfälzischen Rennvereins, dass sich nun am 27. Juni und 22. August endlich wieder die Startboxen auf der Zweibrücker Anlage öffnen könnten.

„Wir hoffen natürlich, dass wir dann zumindest eine begrenzte Zahl an Besuchern begrüßen dürfen“, wie Schatzmeister Bernd Schmahl betont. Alles hänge aber vom weiteren Verlauf der Pandemie ab. Zu dem ungewöhnlich frühen Sommer-Renntag am 26. Mai 2019 hatten gut 3000 Zuschauer den Weg an die Strecke gefunden. Im vergangene Jahr sei der Lockdown für den Verein gerade noch rechtzeitig gekommen. So konnten beide Rennen im Frühjahr (19. April) und Sommer (14. Juni) abgesagt werden, bevor große Kosten entstanden sind, hatte Schmahl damals erklärt.

Insgesamt stehe der Verein nach über einem Jahr Corona-Krise finanziell gut da und könne es sich durchaus auch leisten, auch 2021 noch einmal ganz zu pausieren. Das wäre allerdings sehr schade, da eigentlich ein großes Jubiläum gefeiert werden soll: Vor genau 200 Jahren startete in der Stadt der Rosen und Rösser das erste Pferderennen. Am 12. Oktober 1821 fiel auf dem Exerzierplatz hinter dem Schlossgarten der erste Startschuss für eine Tradition, die aus dem sportlichen und gesellschaftlichen Leben der Zweibrücker nicht mehr wegzudenken ist.

An guten Veranstaltungstagen strömen bis zu 5000 Besucher zur Rennbahn, die 1899 in Betrieb genommen wurde. Heute liegt sie direkt gegenüber des Rosengartens, was nicht wenige Gäste animiert, beide Orte bei ihrem Besuch zu kombinieren. Der Zweibrücker Rennverein lege insgesamt großen Wert auf ein familiäres Flair. Die Veranstaltungen auf der Rennbahn sollen zu einem Erlebnis für die gesamte Familie werden.

Bernd Schmahl sieht die Rennbahn in einem guten Zustand, zumal immer wieder Arbeitskraft und Geld in die Anlage investiert worden sei. Die 1985 angelegte, neue Sandbahn habe dem engagierten Verein einen großen Zulauf von Besitzertrainern aus der Saar- und Südwestpfalz gebracht. Rund 20 von ihnen trainieren hier aktuell regelmäßig über 30 Pferde.

Neben Corona macht seit einigen Jahren allerdings auch die Konkurrenz mit Frankreich dem Verband und den Vereinen in Deutschland zu schaffen. Dort gebe es deutlich mehr Rennen und Umsätze. „Der Rennsport hat dort eine andere Tradition“, erklärt der Schatzmeister. Gemeinsam mit der französischen Wettgesellschaft PMU habe German Toto deshalb neue Wege bestritten.

Nichtsdestotrotz hofft der Zweibrücker Rennverein, dass an den beiden Renntagen den Zuschauern live vor Ort in Zweibrücken einmal mehr spannender Rennsport geboten werden kann.

www.pfaelzischer-rennverein-zweibruecken.de