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Fußball-Regionalliga: FC Homburg nur 1:1 gegen Hoffenheim II

Fußball-Regionalliga Südwest : Vor dem gegnerischen Tor nicht effektiv genug

Der FC Homburg muss sich im Heimspiel mit einem 1:1 gegen die TSG Hoffenheim II zufriedengeben. Torwart Knichel gibt sein Debüt.

Weder die mögliche Tor- noch die erhoffte Punktausbeute ist dem FC Homburg am Samstag gelungen. Gegen die U21 der TSG 1899 Hoffenheim musste sich die Mannschaft im Heimspiel der Fußball-Regionalliga Südwest mit einem 1:1 (0:0)-Unentschieden begnügen. Dabei sollte nach der ersten Niederlage unter der Regie von Trainer Timo Wenzel in Offenbach (2:3) dessen Bilanz mit dem fünften Sieg aufpoliert werden. Das gelang dem Tabellensiebten trotz des einen Zählers gegen den 14. nicht wirklich.

„Das Waldstadion sollte zur Festung werden, in der wir die Punkte behalten“, betonte Wenzel. Dieses Ziel bleibt aber für die kommende Saison vorbehalten. Denn die Heimbilanz des FCH ist nach wie vor unbefriedigend. Von 19 Partien im Waldstadion wurden nur acht gewonnen. Fünf Begegnungen endeten mit Remis und schon sechs wurden verloren. Und auch unter Wenzel ist die Bilanz nicht optimal. Sowohl gegen den FSV Mainz II (2:2 in letzter Sekunde) als auch gegen eine schwache U21 des Bundesligisten aus Hoffenheim wurden zwei Punkte vergeben. Der FC Homburg schaffte es nicht, die wenigen Angriffe der Gäste ordentlich zu verteidigen. Und in der Offensive vergaben Damjan Marceta und Loris Weiß gleich mehrfach nach Alleingängen den möglichen Siegtreffer.

„Dies muss ich auch meiner Mannschaft ankreiden. Wir haben einfach nicht effektiv aus diesen klaren Einschussgelegenheiten Kapital geschlagen.“ Spielerisch, läuferisch und vom Einsatz her, habe sein Team über 90 Minuten aber ein gutes Spiel gezeigt, findet der 43-jährige Übungsleiter, der gegenüber dem 2:3 in Offenbach einige Veränderungen in der Startelf vorgenommen hatte. So bestritt der 20-jährige Keeper Niklas Knichel sein erstes Regionalligaspiel für Grün-Weiß. Für den nach fünf gelben Karten gesperrten Luca Plattenhardt rückte Jonas Scholz auf die linke Außenverteidigerposition. Stefano Maier kehrte für Janis Reuss in die Innenverteidigung zurück. Der aber nach 34 Minuten Maier wieder ersetzte, nachdem dieser sich eine blutende Fleischwunde zugezogen hatte und im Krankenhaus behandelt werden musste. Auch Daniel di Gregorio blieb zunächst auf der Bank. Für ihn durfte Marco Hingerl im Mittelfeld ran. Für Thomas Gösweiner (Kreuzbandriss) stürmte Damjan Marceta als einzige Spitze.

Die Homburger hatten zwar mehr Ballbesitz, taten sich beim Erspielen guter Torszenen zunächst aber schwer. Es dauerte bis zur 23. Minute, ehe Marco Hingerl Gästekeeper Dante Luca Philipp erstmals beschäftigte. Wenig zu tun hatte auch auf der Gegenseite FCH-Torwart Knichel, der eine Minute später Glück hatte, dass die TSG durch Fisnik Asllani ihre einzige Möglichkeit in Halbzeit eins versemmelte. Die zweite Chance für die Homburger, die sich viele Fehler im Spielaufbau nach vorne leisteten und Zweikampfhärte vermissen ließen, vergab Damjan Maceta (19.) kläglich, als er bei einem Alleingang auf den Gästekeeper den Ball verstolperte und die Lederkugel dann auf Philipp schoss.

 Etwas mehr bot der FC Homburg nach dem Seitenwechsel in der Offensive. So zog Jannis Reuss einen Ball (49.) knapp am Hoffenheimer Gehäuse vorbei. Nach schnellem Vorstoß über die rechte Seite bediente Philipp Hoffmann (55.) mustergültig Loris Weiß, der keine Mühe hatte, die Gastgeber in Führung zu schießen. Doch nur vier Minuten später pennte die FCH-Hintermannschaft nach einem Freistoß. Reuss kam zu spät und aus dem Nichts glich Asllani zum schmeichelhaften 1:1 für Hoffenheim aus. Anschließend vergaben Marceta (66.) und Weiß (75.) bei ihren Alleingängen auf das Gästetor den mögichen Treffer zum 2:1. „Aufgrund dieser Möglichkeiten hätten wir den Sieg verdient gehabt“, ärgerte sich Weiß. Die Heimbilanz 2020/21 der Homburger bleibt damit dürftig: Nur 29 von möglichen 57 Zählern behielten die Grün-Weißen im eigenen Stadion. Zu wenig, um weiter oben mitzumischen.

Was der FC Homburg in der neuen Runde allerdings wieder möchte. Daher wird auch kräftig am Kader gebastelt. Inzwischen steht fest, dass neben Max Bell-Bell und Marc Redl, auch Jannik Sommer, Marcel Carl und Maurice Springfeld keinen neuen Vertrag mehr erhalten. Weiter verhandelt wird mit Patrick Dulleck, Damjan Marceta, Ivan Sachanenko und Stefano Maier.