1. Saarland
  2. St. Wendel
  3. St. Wendel

Vorsitzender des VdK St. Wendel über die Arbeit in der Pandemie

In Corona-Zeiten : VdK-Vorsitzender macht aktuell viele Hausbesuche

Gerade jetzt sei der Beratungsbedarf bei vielen Menschen groß. Nicht alles lässt sich am Telefon oder online klären.

Die Arbeit des Sozialverbands VdK im Ortsverband St. Wendel hat sich in Zeiten von Corona stark verändert. Wie ein Sprecher berichtete, werden meist nur noch telefonische oder Online-Kontakte angeboten. Lange Wartezeiten am Telefon sind die Folge, denn online sei nicht immer alles erklärbar. Zudem hätten viele ältere Menschen keinen Computer oder Probleme im Umgang damit. Daher werde der St. Wendeler VdK-Vorsitzende Paul Müller viel stärker als in der Zeit vor Corona mit zahlreichen Fragen konfrontiert, berichtet der Sprecher.

Beispielsweise werde der VdK aktuell wegen vieler Sterbefälle um Hilfe gefragt, was denn nun zu tun sei. Nicht jeder hat Familie, Freunde oder Bekannte, die helfen können. „Beerdigungsinstitute decken auch nicht alles ab“, so der Sprecher. Schlagwörter wie Antrag auf Witwen/Witwerrente, Erbschein, Behördengänge sowie Durchsicht von Unterlagen sind hauptsächlich im Fokus der Betroffenen. Was muss gekündigt oder umgeschrieben werden?

Viele seien bei diesen Schicksalsfällen überfordert. Aber auch alles zu dem Thema Patientenverfügung, Leistungen der Krankenkassen und technische Fragen, wie man Skypen oder anders mit Angehörigen in Verbindung treten kann, laufen bei dem St. Wendler VdK-Vorsitzenden auf. Deswegen, so berichtet der Sprecher, seien die Hausbesuche des Vorsitzenden bei den Menschen – unter Hygienevorgaben – deutlich mehr geworden. Müller sei es wichtig, dass das Motto „Zuhören – Beraten – Kümmern“ auch und gerade in Zeiten der Not beim St. Wendeler Ortsverband gelte.