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Kommentar von Peter Wilhelm zur Corona-Situation und dem "Profi-Sport"

Volleyball : Es steht einfach zu viel auf dem Spiel

Schluss mit dem Irrsinn: SZ-Redakteur Peter Wilhelm fordert Pause bis Ende März.

Das öffentliche Leben ist lahmgelegt. Geschäftsinhaber zittern um ihre Existenz, Tausende Arbeitnehmer um ihre Jobs. Die Schulen sind seit Wochen zu, Kinos, Konzertsäle und Theater auch. Der Amateursport steht still; und wenn sich Kinder im Training austoben möchten – es geht nicht. Alles dicht. Und ein Ende nicht absehbar.

Es gibt nur zwei Ausnahmen: den Lebensmittelhandel und den Profi-Sport. Schon allein diese offensichtliche Gleichsetzung der Wichtigkeit sollte zu denken geben.

Ja, ich gebe zu: Auch ich gucke mir die Fußball-Bundesliga gerne an. Denn es ist eine schöne Ablenkung vom täglichen Dauerfeuer an Corona-Hiobsbotschaften. Es hat so was von Normalität – und so etwas brauchen wir ja auch mal. Aber brauchen wir im Moment wirklich die 2. Basketball- oder die 2. Volleyball-Bundesliga? Nein! Denn es gibt zwar nichts Schöneres, als Volleyball zu spielen. Aber es gibt auch nichts Irrsinnigeres, als derzeit eine Mannschaft quer durch die Republik – von Bliesen nach Leipzig – zu schicken, um unter Ausschluss der Öffentlichkeit Bälle zu schmettern. Dafür steht wirklich zu viel auf dem Spiel. Das sollten auch die Sportverbände mal merken, die – koste es, was es wolle – an den Spielplänen festhalten. Eine Pause bis Ende März wäre wichtig.