Diese eine Flamme soll weiter lodern

Diese eine Flamme soll weiter lodern

Was fürs Auge, was fürs Herz: Hochzeit zu Silvester – Torsten Lange, Feuerwehrmann bei Saarstahl in Völklingen, und seine Braut Steffi Amann gaben sich bei der Freiwilligen Feuerwehr Saarlouis das Ja-Wort.

Mit Tatütata zur Trauung: Mit der großen Drehleiter wurde Feuerwehrfrau Steffi Amann (31) am Silvestermittag zuhause abgeholt und zu ihrer Hochzeit gefahren. In der Feuerwache in Saarlouis warteten Bräutigam Torsten Lange (36), ebenfalls Feuerwehrmann, und der Chef der Wehr, OB Roland Henz.

Die Brautleute haben ihr Hobby zum Beruf gemacht. Torsten Lange, ursprünglich aktives Mitglied der Überherrner Wehr, ist seit geraumer Zeit hauptberuflich bei der Werksfeuerwehr von Saarstahl in Völklingen. Steffi Amann, aktives Mitglied des Löschbezirks Stadtmitte, arbeitet als Brandermittlerin beim Landeskriminalamt in Saarbrücken. Nachdem sich das Paar vor OB Henz das-Ja-Wort gegeben hatte, durfte noch nicht gefeiert werden. Erst gratulierte der spontan ins Leben gerufene Chor der Brandermittler musikalisch. Danach bekamen Torsten und Steffi Lange von Polizeikommissarin Anja Bertrand Handschallen angelegt und eine scharf geladene Hochleistungswasserpistole überreicht. Aneinandergefesselt galt es, eine brennende Warnfackel auszuschießen. Was überraschend schnell gelang. Als nächste Hürde galt es, wieder von den Handfesseln befreit, mit einer rostigen stumpfen Zugsäge einen Baumstamm zu durchtrennen. .Nachdem auch diese Hürde bewältigt war, kam der befürchtete Feueralarm. "Brandstifter" aus dem Umfeld des Paares hatten ein "Holzpalettenlager" in Brand gesteckt. Auf die Schnelle mit der notwendigen Schutzkleidung ausgestattet, musste das frisch getraute Feuerwehr-Paar mit einem Minischlauch löschen. Dabei glänzten Torsten und Steffi Lange mit beeindruckender Harmonie und erfolgreicher Aufgabenteilung, so dass sie rasch zusammen mit den Gästen viele kleine rote, mit Gas gefüllte Ballons in den strahlend blauen Dezemberhimmel steigen lassen konnten. Danach durfte endlich gefeiert werden.