Das Gute im Schlechten

Das Jahr 2016 ist noch keine 20 Minuten alt, da brennt es in einem Völklinger Innenstadt-Wohnhaus. Menschen werden verletzt. Andere müssen sich für die nächste Zeit ein neues Quartier suchen, weil das Feuer den Altbau in der Karl-Janssen-Straße vorerst unbewohnbar gemacht hat - das war kein guter Start ins neue Jahr.Aber sehen wir es mal andersherum.

Die Feuerwehr hat es geschafft, die Bewohner der in Brand geratenen Wohnung ins Freie zu holen, trotz großer technischer Widrigkeiten. Sie dürfte dem Paar, das von Feuer und Rauchgas wohl überrascht wurde, mit ihrem schnellen Einsatz das Leben gerettet haben - das ist nun doch, bei allem Unglück, eine gute Nachricht.

Keine Brandstiftung, betonen die Spezialisten der Kriminalpolizei, das sei sicher. Daher lasse sich ausschließen, dass hier Fremdenfeindlichkeit im Spiel sei. Auch das ist, trotz des Schreckens über ein Innenstadt-Feuer, eine gute Nachricht. Fahrlässigkeit als Brandursache, das ist alles andere als schön; aber Fehler oder auch Dummheit sind menschlich, damit kann man leben. Brandlegerei aus Fremdenhass hingegen - das wäre unerträglich.

Schlechte Nachrichten bleiben schlechte Nachrichten. Dennoch: In diesem Falle steckt auch ein wenig Gutes drin.

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