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Verdacht auf Menschenhandel, Zuhälterei und Betrug: Razzia in Großbordell "Paradise"

Verdacht auf Menschenhandel, Zuhälterei und Betrug: Razzia in Großbordell "Paradise"

Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautet: Menschenhandel, Zuhälterei und gewerbsmäßiger Betrug. Deshalb wurde in dem neuen Großbordell "Paradise" in Burbach am Sonntagabend (30.11.2014) eine Großrazzia durchgeführt.

Polizeibeamte haben am Sonntagabend (30.11.2014) das Großbordell "Paradise" in Burbach durchsucht. Die Staatsanwaltschaft Baden-Württemberg wirft dem Betreiber Menschenhandel vor. Insgesamt wurden fünf Personen festgenommen.

Bundesweit fanden zeitgleich Großrazzien in vier Großbordellen, zahlreichen Geschäftsräumen und Wohnungen im Saarland, Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen sowie in Österreich, Bosnien und Rumänien statt. Wie das LKA Baden-Württemberg mitteilte, erfolgten die Durchsuchungen und Festnahmen im Zuge eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Stuttgart. Es bestehe der Verdacht des Menschenhandels zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung, Zuhälterei und gewerbsmäßigen Betrugs.

Im Zuge der Großrazzien wurden fünf Personen festgenommen. Wo die Verdächtigen verhaftet wurden, teilte die Polizei nicht mit. Weitere Details zu der Aktion sollen erst im Laufe des Montags bekannt gegeben werden.

Am Einsatz waren bundesweit über 800 Polizeibeamte der Landes- und Bundespolizei, darunter auch Spezialeinheiten und mehrere Staatsanwälte beteiligt. In Saarbrücken waren rund 200 Beamte im Einsatz. Das Burbacher Bordell ist mit 4.500 Quadratmetern eines der größten in Europa. Es hatte erst im vergangenen Juli seine Pforten geöffnet.