Manege frei für Chinas Geschichte

Der Kaiserpalast in Peking steht für die atemberaubende Geschichte Chinas. Um diese „Verbotene Stadt“ und ein junges Mädchen dreht sich das aktuelle Programm des Chinesischen Nationalcircus. 30 Artisten kommen ins Saarland.

Traditionelle Artistik aus dem Reich der Mitte, große Bilder und ein kleines Mädchen sollen im Mittelpunkt des neuen Programms des Chinesischen Nationalcircus stehen. Im Pressegespräch stellte Produzent Raoul Schoregge die aktuelle Tour "Die verbotene Stadt" vor, mit der das Ensemble am 18. Januar um 14.30 und 19 Uhr in der Saarlandhalle Saarbrücken gastiert.

In den vergangenen Jahren sei man mit den Shows ein bisschen mehr in die moderne Richtung gegangen und habe sich "vom herkömmlichen Image eines chinesischen Zirkus verabschiedet", erklärt er. Mit Erfolg: Die Vorgänger-Tour "Shanghai Nights", die im Dezember 2013 in Saarbrücken ihre Europa-Premiere feierte, habe den Machern so viele positive Reaktionen beschert, dass sie bis Anfang 2016 weiter laufe: "Die moderne Geschichte bildete unser Steckenpferd", erklärt Schoregge, wie man sich in der Vergangenheit von anderen Produktionen abgegrenzt habe.

Um weiterhin anders als die Mitbewerber zu sein, schlage der Chinesische Nationalcircus nun wieder einen neuen Weg ein: "Dieses Mal geht es mehr um China und seine Geschichte ." Die Anfang des 15. Jahrhunderts als Kaiserpalast der Ming- und Ding-Dynastie erbaute "Verbotene Stadt" in Peking gilt als Symbol für die Historie des Reiches. Auf der Bühne gebe es "viele Artisten , große Nummern und pompöse Kostüme" zu sehen. Die Künstler präsentieren traditionelle chinesische Akrobatik wie Stuhl-Pyramiden, Teller-, Rad- und Kontorsions-Darbietungen, bei denen sie ihre Körper verdrehen oder verbiegen.

Die Höchstleistungen werden "im modernen Kleid", so der Produzent, dargeboten. Die Inszenierung vergleicht er mit einem kleinen Spielfilm: Ein junges Mädchen , das aus seinen Kinderaugen den Weg durch den Palast beschreibt, bildet den rote Faden der Show. Dafür hat Schoregge die zwölfjährige Chinesin Xuen Xuen engagiert, die das Publikum beim Tour-Auftakt in Frankreich mit ihrer Handstand-Nummer begeistert habe.

Damit Xuen Xuen mit dem Ensemble auf Tour gehen kann, seien viele Erlaubnisse und scharfe Kontrollen erforderlich. Neben den Shows und ihrem Training müsse sie auch ihre Schulausbildung weiter verfolgen. Deshalb habe sie extra eine Lehrerin dabei.

Da das feste Künstler-Team parallel mit der Vorgänger-Produktion unterwegs ist, seien auch die restlichen der 30 Artisten komplett neu. In ihrer Heimat, der für ihren Bergbau bekannten Industrie-Stadt Chang Zhi, wurden sie das ganze Jahr über auf die Tour vorbereitet.

Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufstellen sowie unter Tel. (06 81) 418 00.