SZ-Telefon-Doktor gibt Auskunft zu Schwindelgefühlen

Wenn Sie unter Schwindelgefühlen leiden und sich fragen, ob Medikamente helfen können, steht der Telefondoktor von 18 bis 20 Uhr Rede und Antwort.

In der medizinischen Praxis zählt Schwindel zu den am häufigsten geäußerten Beschwerden. Rund zehn Prozent der Patienten in Allgemeinarztpraxen klagen über Schwindelgefühle. Man schätzt, dass zirka 30 Prozent aller Menschen in ihrem Leben einen mittleren oder schwereren Schwindelanfall erleben. Im Alter erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für Schwindelgefühle.

Für die Orientierung im Raum verfügen wir Menschen über drei Sinnessysteme: Auge, Gleichgewichtssinn und die sogenannte Tiefenwahrnehmung. Normalerweise arbeiten diese drei Sinnessyteme synchron und harmonisch. Sobald eine Störung in der Zusammenarbeit dieser Sinnessysteme auftritt, erleben wir Schwindel.

Wenn Schwindel ohne äußere Ereignisse auftritt, erleben viele Menschen dies als sehr beängstigend, vor allem wenn weitere Symptome wie Übelkeit, Schweißausbrüche oder Herzrasen hinzukommen. Deshalb ist es für den Arzt ausgesprochen schwierig, die richtige Diagnose zu stellen. Für Schwindelattacken gibt es eine Fülle von Ursachen, zum Beispiel niedriger Blutdruck, Störungen im Gleichgewichtsorgan, Störungen bei der Reizverarbeitung im Gehirn, Sehstörungen, psychische Störungen. Darüber hinaus tritt Schwindel als Begleiterscheinung bei sehr vielen körperlichen Erkrankungen auf. Schwindel nach plötzlichem Aufstehen oder schnellem Drehen des Kopfes ist in der Regel harmlos. Bei älteren Menschen kann Schwindel auf das Risiko eines Schlaganfalls hinweisen. Bei akuten Schwindelattacken sollte man sich legen und die Beine hochlagern.

Haben Sie ganz konkrete Fragen zum Thema "Schwindel"? Der SZ-Telefondoktor gibt Ihnen heute von 18 bis 20 Uhr Auskunft unter Tel. (06 81) 502 26 20. Dies ist ein Service der Saarbrücker Zeitung und der Kassenärztlichen Vereinigung.

Mehr von Saarbrücker Zeitung