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Stadt erwartet 500 Asylbewerber und hält Wohnungen vor

Saarbrücken. Bürgermeister Latz war Gast im Saarbrücker Bezirksrat Mitte und beantwortete Fragen zum Umgang der Stadt mit Asylbewerbern. Man rechnet in diesem Jahr mit etwa 500 Menschen. Für sie hält die Stadt zweckmäßig eingerichtete Wohnungen bereit. Peter Wagner

Die Stadt Saarbrücken rechnet, wie schon 2014, auch im laufenden Jahr mit etwa 500 Asylbewerbern, die sie unterbringen muss. Wie Bürgermeister und Finanzdezernent Ralf Latz (SPD ) im Bezirksrat Mitte sagte, komme man dieser Verpflichtung auch gern und guten Willens nach.

Man sei bestrebt, die Menschen in Wohnungen der städtischen Siedlungsgesellschaft unterzubringen und habe es bislang immer so einrichten können, dass man der Nachfrage "etwa zehn bis zwölf Wohnungen voraus" sei. Die Wohnungen seien zudem alle anständig eingerichtet, mit einem "Willkommen"-Schild sowie mit einem Satz Gläsern, Besteck und einer Wanduhr bestückt.

Die Menschen, die überwiegend aus Syrien und Eritrea kämen, sollten das Gefühl verspüren, sie seien "in unserer Stadt angekommen", sagte Latz.

Der Bürgermeister berichtete auch, dass der Verwaltung etliche private Unterkünfte für die Asylbewerber angeboten würden. Auch für diesen Wohnraum gebe es Bedarf, man reiche die Angebote etwa an Personen weiter, deren Asylbewerbung angenommen werde und die dann rasch Arbeit fänden und Platz für ihre Familien benötigten.
Gut ausgebildete Zuwanderer



Vor allem die Syrer seien "durch die Bank gut ausgebildet", so Bürgermeister Latz. Er war eigentlich "nur" im Bezirksrat, um das nachgerückte Neumitglied Daniel Turchi aufzunehmen, beantwortete bei dieser Gelegenheit aber auch Fragen der Kommunalpolitiker. Ein klares "Nein" gab es auf die Anfrage, ob ehemalige Forsthäuser als Asylbewerberhäuser umgebaut würden. Derlei Gerüchte kursieren nämlich derzeit in Saarbrücken .