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Saar-Polizei hat 2014 rund 75 700 Straftaten registriert - Zahl der Einbrüche steigt um 18 Prozent

Saarbrücken. Neben internationalen Einbrecher- und Diebesbanden jagt die Polizei im Saarland immer öfter Straftäter, die über das Internet kriminelle Geschäfte abwickeln. 1406 Tatverdächtige wurden hier ermittelt. Michael Jungmann

Die Polizei im Saarland hat es immer öfter mit straff organisierten und international agierenden Tätergruppen zu tun, die sich die Arbeit, also Planung und Ausführung von Straftaten und die Verwertung der Beute, teilen. "Dieser Trend verfestigt sich", betonte Kripochef Harald Schnur am Freitag bei der Vorstellung der Kriminalstatistik für 2014. Gemeinsam mit Landespolizeipräsident Norbert Rupp verwies Schnur auf die gezielten Maßnahmen der Ermittler gegen Wohnungseinbrecher. Die Zahl der registrierten Fälle stieg im vergangenen Jahr auf insgesamt 2485 (plus 18,6 Prozent). Die Aufklärungsquote in diesem Sektor liegt bei nur 14 Prozent. Als Erfolg der polizeilichen Präventionsarbeit sowie der Sensibilisierung von Wohnungseigentümern buchen Rupp und Schnur aber die Tatsache, dass es bei 1134 der erfassten Fälle beim Versuch blieb, die Einbrüche also scheiterten.

Insgesamt registrierte die Polizei 75 706 Straftaten, ein Zuwachs um 4,4 Prozent. 29 510 Tatverdächtige wurden ermittelt - 7,8 Prozent mehr als 2013. Die Aufklärungsquote stieg um 0,7 Prozentpunkte auf 53,3 Prozent.

Erstmals seit zehn Jahren stieg nach Ermittlerangaben wieder die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. 608 Delikte wurden gemeldet, was einen Anstieg um 17,1 Prozent (2013: 519 Fälle) ausmacht. Hauptursache dafür: Durch verschärfte Kontrollen im Zusammenhang mit der neuen Sperrbezirksverordnung in Saarbrücken wurden insgesamt 98 Fälle (2013: 39) der verbotenen Prostitution bekannt, ein Anstieg um 151,3 Prozent.

Kripochef Schnur verwies vor Journalisten auch darauf, dass immer mehr Taten ins Internet verlagert werden. 3778 Delikte registrierte die Polizei 2014 unter dem Begriff "Tatmittel Internet ", 1406 Tatverdächtige wurden ermittelt. Die Aufklärungsquote liegt bei 57,5 Prozent. Schnur: "Internet wird zu dem Schlüsselthema, das die Polizei zukünftig wesentlich stärker belasten und uns die Ermittlungen erschweren wird."
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Die Polizei zeigt am Sonntag von 10 bis 17 Uhr im Dillinger Rathaus sichergestellte Schmuckstücke und Uhren, die keiner Tat oder einem Besitzern zugeordnet werden. mju