Millionen-Segen vom Bund für die Ludwigskirche

. Was die finanziell nicht auf Rosen gebettete evangelische Kirchengemeinde Alt-Saarbrücken nicht mehr geschafft hat, übernimmt jetzt der Steuerzahler : 3,6 Millionen Euro hat gestern die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium, Elke Ferner (SPD ), für die Sanierung der Ludwigskirche und deren Umfeld in diesem Jahr aus der Bundeskasse angekündigt.

"Die Ludwigskirche ist für mich als Saarbrückerin ein sehr besonderes Bauwerk, dessen Strahlkraft weit über die Grenzen des Saarlandes hinausgeht und somit prädestiniert ist für das Bundesprogramm zur Städtebauförderung ", teilte Ferner mit.

Die Ludwigskirche, für die die evangelische Kirchengemeinde Alt-Saarbrücken verantwortlich ist, leidet an einem Sanierungsstau: Dach, Gauben, Heizung und Eingangsbereich sollen erneuert werden. Das barocke saarländische Wahrzeichen war Anfang des Jahres für Besucher wochenlang geschlossen gewesen, da entsprechendes Personal nicht mehr bezahlt werden konnte. Jetzt gibt es eine Lösung mit einem Ein-Euro-Jobber und Ehrenamtlern, die die Kirche offen halten.

Den Antrag in Berlin für die Fördermittel hatte nach einer Pressemitteilung der Stadt Saarbrücken Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU ) auf den Weg gebracht. Sie sicherte der Stadt Saarbrücken 400 000 Euro Zuschuss zu, denn die Förderung aus Berlin fließt nur dann, wenn auch die Stadt sich beteiligt, die bekanntlich extrem verschuldet ist. So waren Landesregierung, Kirchengemeinde und Stadtverwaltung gemeinsam in Berlin erfolgreich.

Mit den 3,6 Millionen soll auch die marode Stengelanlage zwischen Eisenbahnstraße und Staatskanzlei, ein recht ungepflegter Park, saniert werden. Auch die Kolonnaden am ehemaligen Garelly-Haus und die Friedenskirche von Barockbaumeister Friedrich Joachim Stengel sollen profitieren, hieß es.