1. Saarland
  2. Saarbrücken
  3. Landeshauptstadt
  4. Nachrichten aus Saarbrücken

Wie man als Patient das Risiko von Krankenhauskeimen senken kann

Wie man als Patient das Risiko von Krankenhauskeimen senken kann

Der SZ-Telefondoktor beantwortete Fragen rund um Krankenhauskeime. Wir drucken einen Auszug der Telefonberatung.

Anruferin (72): Ich muss mich demnächst an der Hüfte operieren lassen und habe große Sorge vor Krankenhauskeimen. Was können Sie mir raten?

Telefondoktor: Ich würde Ihnen empfehlen, vor der Hüftoperation mit Ihrem Hausarzt zu sprechen. Er kann durch einen einfachen Abstrich feststellen, ob Sie selbst möglicherweise schon zur Zeit mit einem resistenten Erreger besiedelt sind. Diese Erreger sind nicht gefährlich, solange sie sich nur auf der Haut befinden. Bei einer OP könnten Sie aber unter die Haut gelangen, und dann ist eine Infektion möglich. Außerdem könnten Sie möglicherweise Erreger auf andere Patienten übertragen. Sollte eine Besiedlung mit resistenten Erregern festgestellt werden, lässt sich das Problem mit einer antibiotischen Salbe beheben. Diese Untersuchung wird bis jetzt noch nicht von den Krankenkassen übernommen. Eine weitere Empfehlung wäre, dass Sie sorgfältig darauf achten, sich für Ihre OP eine Klinik auszuwählen, die einen sehr guten Ruf in Sachen Hygiene hat. Schauen Sie einfach einmal auf der Internetseite einiger Kliniken nach. Wenn Sie im Suchfeld "MRSA" eingeben oder "Krankenhauskeime " oder "Hygiene" und entsprechende Informationen finden, handelt es sich vermutlich um ein Haus, das der Thematik multiresistenter Keime die nötige Bedeutung beimisst. Ein weiteres Argument für eine Klinik könnte sein, wenn das Haus über ein Qualitätssiegel "MRSA Prävention" verfügt.