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Klimaschutz-Manager soll Stadtkasse entlasten

Saarbrücken. Die Stelle des Kulturdezernenten soll abgeschafft werden. Und Innenminister Klaus Bouillon hat der Stadt mangelnden Sparwillen vorgeworfen, weil sie sich einen Fahrradbeauftragten leistet. Trotzdem soll im Umweltdezernat eine zusätzliche Stelle geschaffen werden. Martin Rolshausen

Elf Mitarbeiter hat das Amt für Klima- und Umweltschutz. Bald sollen es zwölf sein. "Zum nächstmöglichen Zeitpunkt" sucht die Stadtverwaltung eine Klimaschutz-Managerin oder einen Klimaschutz-Manager. Neues Personal für eine Stadt, die mit rund 1,2 Milliarden Euro verschuldet ist? Ja, aber die Stelle werde zum einen nicht von der Stadt alleine bezahlt - und sie bringe der Stadt wohl sogar eine Ersparnis, teilte Stadtsprecher Robert Mertes gestern auf SZ-Anfrage mit.

Der Klimaschutz-Manager werde die Aufgabe haben, in den Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten, die in Trägerschaft der Stadt sind, dafür zu sorgen, dass der Ausstoß des fürs Klima schädlichen Gases Kohlendioxid verringert wird. "Durch einen effizienteren Betrieb der technischen Anlagen, durch organisatorische Maßnahmen sowie durch optimiertes Nutzverhalten" sollen nicht nur die Umwelt, sondern auch die Stadtkasse entlastet werden. Man könne so nämlich auch Energie- und Wasserkosten "langfristig reduzieren".

"Wir haben alle Gebäude - das sind mehr als 50 - auf Einsparpotenziale untersuchen lassen und im Ergebnis wird ein Einsparpotenzial zwischen fünf und 15 Prozent bei den Energie- und Wasserkosten erwartet", sagt Mertes. Fünf Prozent entsprechen etwa 100 000 Euro, so Mertes. Im besten Fall könne die Stadt also rund 300 000 Euro pro Jahr sparen..

Der Stadtrat habe für Saarbrücken das Ziel gesetzt, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren. "Der neue Klimaschutzmanager wird mithelfen, dass die Landeshauptstadt ihre Klimaschutzziele erreicht", sagt Mertes. Und Geld vom Bundesumweltministerium gebe es dafür auch noch. 85 Prozent der auf zwei Jahre befristeten Klima-Manager-Stelle zahle das Ministerium. 117 674 Euro wurden bereitgestellt. Demnach bleiben für die Stadt gut 20 000 Euro. Dieser Eigenanteil der Stadt an den Personalkosten werde aus bereits in den Haushalt eingestellten Mitteln für Klimaschutzkonzepte finanziert "und führt somit nicht zu einer Erhöhung des Haushaltsansatzes für Personal", sagt Mertes. Und: "Wir gehen davon aus, dass die Stelle des Klimaschutzmanagers zu einem positiven Saldo führen wird."