Klimaschutzmanager beim Regionalverband?

Weil die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes nicht vorangehe, fordern die Grünen den Regionalverband auf, einen Experten einzustellen. Die Verwaltung müsse zum Beispiel dringend in die Schulen investieren.

Der Regionalverband soll einen Klimaschutzmanager einstellen. Das fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der Regionalversammlung. "Die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes im Regionalverband geht viel zu schleppend voran. Das Klimaschutzkonzept liegt nun bereits seit eineinhalb Jahren vor und Regionalverbandsdirektor Gillo kann noch keine wesentlichen Verbesserungen in Sachen Klimaschutz verzeichnen. Im Gegenteil - mit der Erhöhung der Abstandsflächen für Windenergieanlagen und der daraus resultierenden deutlich verringerten Windenergieerzeugung können die Ziele aus dem Klimaschutzkonzept schon jetzt nicht mehr erreicht werden", erklärt der Grünen-Fraktionschef Manfred Jost.

Aber auch bei der Energieeinsparung und -effizienz gehe die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes viel zu zäh voran. Seit Jahren fordere die Grünen-Fraktion, mehr in die Sanierung an den weiterführenden Schulen zu investieren. "Angesichts des enormen Investitionsstaus von 37 Millionen Euro und der dennoch ablehnenden Haltung Gillos und der großen Koalition zu mehr Investitionen in energetische Sanierung sehen wir Grüne dringenden Handlungsbedarf im Schloss. Konsequenter Einsatz für den Klimaschutz ist dringend geboten", meint Jost.

Deshalb setze sich die Grünen-Fraktion im Rahmen der laufenden Haushaltsberatungen für die Einstellung eines Klimaschutzmanagers ein. Jost: "Dieser wird ausdrücklich im Klimaschutzkonzept des Regionalverbandes gefordert." Sogar nach Einschätzung der Verwaltung des Regionalverbands seien 80 Prozent der Maßnahmen aus dem Konzept nur mit Unterstützung eines Klimaschutzmanagers umzusetzen. "Dabei wird die Einstellung eines Klimaschutzmanagers auf drei Jahre mit bis zu 65 Prozent der Ausgaben gefördert. Der Regionalverband müsste die Personalkosten also nur zu einem kleinen Teil selbst tragen." Als Gegenfinanzierung regen die Grünen an, die Fachdienstleiterstelle Regionalentwicklung, derzeit noch besetzt von Sven Uhrhan, zu streichen. Jost: "Damit kann der Regionalverband gleich doppelt sparen: durch Einsparung einer sehr gut dotierten Stelle und noch einmal durch die Energieeinsparungen, die ein Klimaschutzmanager bringt. Dass sich eine solche Investition rechnet, macht derzeit die Stadt Saarbrücken vor, die allein durch ihren Klimamanager bis zu 100 000 Euro pro Jahr an Energiekosten sparen will." Manfred Jost appelliert an Regionalverbandsdirektor Gillo, "die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes nicht länger zu verschlafen". Das teilen die Grünen in einer Presseerklärung mit.