Friedhof verändert sein Gesicht

„Es ist eine klare Tendenz zu Gräbern mit geringerem Pflegeaufwand für die Angehörigen zu erkennen“, erklärte Stefan Kaiser vom Ordnungsamt im Ortsrat Merchweiler. So soll mehr Raum für Rasen- und Urnengräber geschaffen werden.

. Einstimmig sprach sich der Ortsrat Merchweiler in seiner Sitzung am Mittwochabend für mehrere Änderungen der Friedhofssatzung aus. Unter anderem soll das Angebot von Rasenfamiliengräbern und Rasenurnenreihengräbern erweitert werden. "Die Bestattungskultur hat sich gewandelt und dem muss man Rechnung tragen", hatte Stefan Kaiser vom Ordnungsamt Ortsvorsteher Jürgen Groß (CDU) und den Ratsmitgliedern die Vorlage erläutert. "Es ist eine klare Tendenz zu Gräbern mit geringerem Pflegeaufwand für die Angehörigen zu erkennen." Als weiterer Punkt sollen die Gestaltungsvorschriften von Gräbern mit allgemeinen und zusätzlichen Vorschriften angeglichen und gelockert werden. So sollen Grabsteine aus Glas oder Edelstahl, sowie eine Einfassung aus Pflanzen erlaubt werden. Auf Grund einer Empfehlung des Städte- und Gemeindetages will man außerdem festsetzen, dass nur Grabsteine aus fairem Handel und ohne Verbindung zu Kinderarbeit verwendet werden dürfen. Thomas Schmidt sprach sich für die CDU, Patrick Weydmann für die SPD für die Satzungsänderung aus, deren Punkte im Vorfeld bereits in den Ortsräten thematisiert worden waren.

Weiterer Tagesordnungspunkt war auf Antrag der CDU eine Baumaßnahme des Trägers EVS (Entsorgungsverband Saar) und Unterträgers AVI (Abwasserverband Illingen) im Merchtal. Zur Entwässerung des Gebietes muss dort der Hauptsammler erneuert werden. "Die Baustelle bedeutet für die Anwohner eine große Belastung.", erklärte Thomas Schmitt und berichtete von Beschwerden wegen Verschmutzung der Straße und der nahen Häuser. Bürgermeister Walter Dietz, der der Sitzung beiwohnte, erklärte dem Rat und einigen anwesenden Anwohnern, dass der EVS zu dieser Maßnahme verpflichtet sei und dass die Bauarbeiten nach derzeitigen Angaben im Sommer beendet sein sollen. Er und Jürgen Groß verdeutlichten, dass die Gemeinde in erster Linie nicht zuständig sei. "Wir können die Beschwerden im Grunde nur an die entsprechenden Stellen weiterleiten.", so Groß. Trotzdem beschloss der Rat auf Vorschlag von Patrick Weydmann, sich den Baustellen-Bereich vor der nächsten Sitzung bei einer Begehung anzusehen.

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