Drei Bands, drei Stile, dreimal gut

Saarbrücken. Auf der einen Seite fragt man als Musikjournalist ständig, wer die ganze Musik hören geschweige denn kaufen soll, die fast täglich im Briefkasten landet. Zumal der Anteil an nicht mal mittelmäßiger Qualität steigend ist. Auf der anderen Seite besucht man dann - wie jetzt geschehen - ein Konzert von drei lokalen Bands und ist von deren Qualität durchweg positiv überrascht

Saarbrücken. Auf der einen Seite fragt man als Musikjournalist ständig, wer die ganze Musik hören geschweige denn kaufen soll, die fast täglich im Briefkasten landet. Zumal der Anteil an nicht mal mittelmäßiger Qualität steigend ist. Auf der anderen Seite besucht man dann - wie jetzt geschehen - ein Konzert von drei lokalen Bands und ist von deren Qualität durchweg positiv überrascht. Das will einfach nicht zusammenpassen. Gerechtigkeit sucht man in der Musikwelt wohl vergebens. Doch zurück zum Freitag. Als Erste durften im "Devils Place" am Saarbrücker Ostbahnhof "The Plot That Killed Kennedy" aus St. Ingbert ran. Ihre Musik geht zurück in die Neunziger, als das Kreuzen von Rock und Rap noch Hochkonjunktur feierte. Mal abgesehen von einigen eher uninspirierten Texten war die Darbietung der Fünf - zwei Rapper, drei Musiker - kurzweilig. Was auch für den Auftritt von "Mental Tearing After 9" galt - und das trotz fortwährender technischer Probleme. Die sympathischen Indierocker aus Neunkirchen schreiben seit jeher gute Songs und hätten ein größeres Publikum verdient. Sie standen ja mal kurz vor dem Sprung, aber irgendwie klappte es nicht. So viel zur Gerechtigkeit. Frustrieren oder von ihrem Weg abbringen ließen sie sich jedenfalls nicht und produzierten weiter Songs. Etwa auch "The Contest", mit dem sie ihr Programm eröffneten und das auf ihrem brandneuen Album "Your Beat Starts Missing A Heart" zu finden ist. Danach schlug die Stunde von P.O.W.E.R. Das Trio aus Saarbrücken mischte 70er-Jahre-Rock mit Rock 'n' Roll. Auch schön. kfb