Die richtige Antwort

Das 0:1 aus dem Hinspiel beim FC Montabaur war den Fußballerinnen des 1. FC Saarbrücken noch in schmerzlicher Erinnerung. Am Sonntag zeigten sie die Reaktion: Der Zweitligist deklassierte den Gegner mit 8:0.

"Das ist die Antwort! Das ist die Antwort!" Den Satz konnte man von Winfried Klein nach Abpfiff deutlich vernehmen. Der Trainer des Frauenfußball-Zweitligisten 1. FC Saarbrücken spielte damit auf die Hinrunden-Schlappe gegen den FFC Montabaur an. Aber weniger auf die 0:1-Niederlage an sich, sondern auf die Spielweise des Tabellenletzten. "Meine Spielerinnen wurden da förmlich der Reihe nach umgetreten. Unsere ehemalige Spielerin Sarah Schatton kämpft noch heute mit ihrer Verletzung aus diesem Spiel", behauptete Klein. Daher war er nun stolz: "Mit dem 8:0-Sieg haben wir ein Zeichen gesetzt, wie man mit solchen Gegnern umgeht."

Auch am Sonntag zeigte der Gegner, wofür er gefürchtet wird - nur hatte niemand die Zeit, sich damit auseinander zu setzen, denn die 220 Zuschauer in Saarbrücken waren zu sehr mit Klatschen beschäftigt. In in der ersten Halbzeit waren es Tesa McKibben (17. Minute), Lisa Mayer (29.) und Jacqueline De Backer (19./33.), die nach tollen Kombinationen trafen. "Wir können nur zufrieden sein. Wir haben das Hinspiel vergessen gemacht. Die Akteurinnen haben eine super Leistung gezeigt und den Spielerinnen einen schönen Abschied bereitet. Ein letztes Mal vor heimischem Publikum", sagte Co-Trainerin Sarah Karnbach in Bezug auf den baldigen Abschied von Ersatztorhüterin Verena Wonn, Spielführerin Sabine Blank und Amy Thompson (wir berichteten).

Wonn hat einiges zu tun

Die zweite Halbzeit begann mit einer Glanztat von Wonn, die zwei Mal gegen Montabaurs Judith Bast ein Gegentor vereitelte. "Das war noch mal eine schöne Sache für mich, heute zu Null zu spielen. Ich habe noch einiges zu tun bekommen", sagte die Ersatzschlussfrau. Das letzte Heimspiel von Blank wurde allerdings frühzeitig beendet: In der 58. Minute traf eine Gegenspielerin sie so unglücklich im Gesicht, dass sie ausgewechselt werden musste. "Verletzung hin, Verletzung her, das lässt mich heute bestimmt nicht kalt. Ich glaube, ich brauche jetzt erst etwas Zeit, um das zu realisieren", gab Blank zu. Ihre Mannschaft zeigte legte danach einen Gang zu. De Backer (60.), Marie Steimer (69.), Sarah Franz (72.) und McKibben (85.) verdoppelten das Halbzeit-Ergebnis auf 8:0. "Die Mannschaft hat heute die richtige Antwort auf das Hinspiel gegeben. Genauso wollte ich das sehen", sagte Klein. Der FCS steht weiter auf dem vierten Platz, hat aber nächste Woche im letzten Saisonspiel beim SV Weinberg die Möglichkeit, bis auf Platz zwei zu klettern.