Volksbund prüft Strafanzeige gegen rechtsextremen Sammler

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) prüft eine Strafanzeige gegen den Völklinger Rechtsextremisten Otfried Best, der vor einer Woche für sein Engagement bei der Herbstsammlung 2014 in der Staatskanzlei geehrt worden war.

Best soll sich bei den Mitarbeitern des Volksbunds als Vertreter der Reservistenkameradschaft (RK) Differten ausgegeben haben, um Geld für die Pflege von Kriegsgräbern sammeln zu können - obwohl der Reservistenverband ihn schon vor Jahren ausgeschlossen hatte. Die RK soll nichts davon gewusst haben, dass Best zwar auf eigene Faust, aber in ihrem Namen sammelte. Best sei schriftlich zur Stellungnahme bis Freitagmittag aufgefordert worden, sagte VDK-Landesgeschäftsführer Carsten Baus der SZ. Das von Best gesammelte Geld soll allerdings ordnungsgemäß abgerechnet worden sein.

Der Präsident des Volksbundes, Markus Meckel , reagierte in einer Stellungnahme "mit großer Betroffenheit und Entsetzen" auf die Ehrung Bests. Er werde intern nun prüfen lassen, wie es dazu kommen konnte. Best sei aber nie Mitglied des Volksbundes gewesen.