Bedrohte Lieblinge

In den Zoos sind sie Publikumsmagneten, in ihrer Heimat drohen ihnen aber vielerlei Gefahren: Humboldt-Pinguine. Heute hält eine Expertin einen Vortrag über die beeindruckenden Tiere.

Einen Vortrag über Humbold-Pinguine gibt es am heutigen Mittwoch, 20. November, 20 Uhr, im Forscherhaus des Saarbrücker Zoos. Die Biologin Christina Schubert vom Zoo in Landau referiert über das Leben dieser besonderen Pinguin-Art.

Unter den Zootieren gehören Pinguine zu den Publikumslieblingen. Sie begeistern die Zoobesucher mit ihrem tollpatschig wirkenden Gang und beeindrucken durch blitzschnelle Tauchmanöver unter Wasser. Die Humboldt-Pinguine sind jedoch, so informieren die Veranstalter, in ihrer Heimat, den Küsten Chiles und Perus, durch den Rückgang der Fischbestände, Klimaveränderungen, Meeresverschmutzung und illegalen Guanoabbau zunehmend bedroht: "Die Tiere verenden in Fischernetzen, sterben beim Fischfang mit Dynamit oder werden als Haustiere gefangen, verzehrt oder als Fischköder benutzt. Unkontrollierter Tourismus stört die Tiere in ihren Brutkolonien und vermindert den Bruterfolg."

Christina Schubert ist zweite Vorsitzende des Vereins Sphenisco - Schutz des Humboldt-Pinguins. Dieser will in Zusammenarbeit mit europäischen Zoos und chilenischen Naturschützern und Wissenschaftlern vor Ort dazu beitragen, den Humboldt-Pinguin vor der Ausrottung zu bewahren. Vorrangige Ziele sind unter anderem "die Unterschutzstellung und Überwachung von Brutkolonien, die Errichtung von Meeresschutzzonen und die Durchsetzung von Fangverboten mit Kiemennetzen sowie die Verhinderung des Fischens mit Dynamit".

Die Referentin berichtet in ihrem Vortrag von den Pinguinen und den Projekten und bisherigen Erfolgen des Vereines.

Der Zugang ist vom Seiteneingang an der Breslauer Straße aus beleuchtet. Der Eintritt kostet fünf Euro. Der nächste Vortrag ist am Mittwoch, 22. Januar.

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