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Osterfeuer
Auersmacher feiert sein erstes Osterfeuer

Etwa 400 Besucher kamen zum ersten Osterfeuer in Auersmacher, darunter auch Gäste aus Frankreich und dem Nordsaarland.
Etwa 400 Besucher kamen zum ersten Osterfeuer in Auersmacher, darunter auch Gäste aus Frankreich und dem Nordsaarland. FOTO: Heiko Lehmann
Auersmacher. Aus einer spontanen Idee wurde ein großer Erfolg. 400 Besucher kamen, um gemeinsam in die Ostertage zu starten. Von Heiko Lehmann

Das erste Auersmacher Osterfeuer am Ostersamstag war ein Riesenerfolg. Etwa 400 Menschen wanderten mit Fackeln in der Hand bei strahlendem Sonnenschein vom Marktplatz bis auf das Auersmacher Feld, wo bereits um 18 Uhr das große Feuer entfacht wurde. Menschen aus der Gemeinde, aus Frankreich und sogar aus dem Nordsaarland kamen nach Auersmacher.


„Wir haben mit höchstens 200 Leuten gerechnet. Wir sind beeindruckt, wie viele gekommen sind“, sagte Gerald Hector, der zusammen mit Thorsten Dincher die Idee zum Osterfeuer hatte. „Ich kenne das Osterfeuer vom Urlaub in den Bergen, und Gerald kennt es von Bekannten aus Norddeutschland. Wir wollten das einfach mal bei uns ausprobieren“, erklärte Dincher.

Ortsvorsteher Thomas Unold begrüßte die Gäste auf dem Feld. „So ganz genau kann man das mit den Festen bei uns im Ort nicht erklären. Irgendeiner hat immer eine Idee. Dann machen alle mit, und schon haben wir wieder ein neues Fest“, sagte Unold. Diana Niederländer aus dem Pfarrgemeinderat hielt eine kleine Osterandacht, und danach begann die Feier auf dem Feld. Viele Auersmacher Vereine halfen bei den Diensten hinter dem Büfett oder an der Rostwurstbude. Besonders hervorzuheben sind hierbei Frank Dincher und Jochen Brandstetter vom Turnverein Auersmacher, die den ersten Dienst an der Rostwurstbude übernahmen und in zwei Stunden mehr als 300 Rostwürste verkauften. „So einen Dienst habe ich noch nie mitgemacht. Das war Rostwurstbraten wie am Fließband“, sagte Frank Dincher. Um die feiernden Gäste auch ausreichend mit Speisen und Getränken versorgen zu können, musste zwischendurch Nachschub besorgt werden. Mit den Einnahmen des ersten Auersmacher Osterfeuers soll etwas für den Ort gemacht werden. Ein Auersmacher Wappen aus Kalkstein zu beschaffen oder den Wasserzulauf für den Teich in der Bemelswies wieder herzustellen, das waren am Samstag zweit spontane Ideen. Bis weit in die Nacht feierten die Menschen den Start der Osterfeiertage und waren voll des Lobes. Vielleicht wird das Osterfeuer ja zur Tradition in Auersmacher.

Allerdings gab es einen unbekannten Gegner, der das Fest als Umweltkatastrophe bezeichnet und per E-Mail Anzeige bei der Naturwacht des Saarlandes erstattet hatte. Bliesgau-Ranger Michael Kessler überzeugte sich aber vom ordnungsgemäßen Aufbau der Feuerstelle. Die Gemeindeverwaltung hatte das Fest im Vorfeld bereits genehmigt.