Jury staunt am Pilgerpfad

Auersmacher. Am Wahrzeichen ging's los: Thomas Unold, Ortsvorsteher von Auersmacher, und Mitglieder des Ortsrates empfingen am Dienstag die 13-köpfige Jury des Landeswettbewerbes "Unser Dorf hat Zukunft" vor der Kuchlinger Kapelle. Unold und Pastor Peter F. Sens stellten sie vor

Auersmacher. Am Wahrzeichen ging's los: Thomas Unold, Ortsvorsteher von Auersmacher, und Mitglieder des Ortsrates empfingen am Dienstag die 13-köpfige Jury des Landeswettbewerbes "Unser Dorf hat Zukunft" vor der Kuchlinger Kapelle. Unold und Pastor Peter F. Sens stellten sie vor. "Auersmacher haben sogar eine Stiftung gegründet, um Arbeiten an diesem Bauwerk finanziell zu unterstützen", erklärte Sens. Weiter zum Alten Friedhof. Auersmacher bauen ihn zum Park um. "Vom Pensionärverein bis zum Jugendclub hilft der ganze Ort", sagte Unold. Auf zum Alten Bauernhaus, das Dorfbewohner restaurierten und Jakobspilgern zur Rast anbieten. Nächste Station war ein wuchtiger Kalkstein auf dem Feld. Ihn stellte Unold als Orientierungshilfe vor. Eine Tafel auf dem Stein zeigt Pilgern Ziele in der Umgebung. "Das war unsere Idee, und fast das ganze Dorf half, den Stein auf einem Holzschlitten hierher zu ziehen." Ortsratsmitglied Manfred Brandstetter erklärte, der Stein komme aus der Grube Auersmacher, der größten noch abbauenden Kalksteingrube Europas. Die Jury hörte interessiert zu und ließ sich noch nicht in die Karten gucken. "Jeder Ort gibt sich wahnsinnig viel Mühe und präsentiert seine Besonderheiten sehr eindrucksvoll", sagte Chef-Juror Gerd Rainer Damm. Nächster Beweis für Zusammenhalt: das Seniorenzentrum St.-Barbara-Höhe. Pastor Rudi Müller hatte die Idee. Auersmacher bauten das Heim in der Freizeit. Wer dort lebt, wird ins Dorf einbezogen. Der Jugendclub geht mit Bewohnern spazieren. Die Junge Union macht die Senioren fit fürs Internet. Der nächste Kurs ist mit mehr als 50 Teilnehmern ausgebucht. "Unsere Jugendlichen verlangen keinen Cent", sagte Unold vor dem Abschluss am Ruppertshof. Dorthin laden Auersmacherinnen freitags zum Café Schwätzje während des Marktes ein. "Den Erlös spenden die Frauen für die Jugend im Ort", sagte Unold. Währenddessen führten Mädchen aus dem Turnverein Kunststücke auf Einrädern vor. Jungs vom Sportverein kickten auf eine Torwand. Ob's für den Landestitel gereicht hat, erfahren die Auersmacher heute. Um 17 Uhr gibt das Umweltministerium die Entscheidung bekannt. Der Sieger ist 2010 beim Bundesentscheid dabei.

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