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Fußball-Saarlandliga
Schwächelnde Auersmacher erwarten formstarke Brebacher

Auersmacher. Aufstiegskandidat läuft Gefahr, alles zu verspielen. Von David Benedyczuk

Nach dem 4:0-Erfolg zum Jahresauftakt im Topspiel gegen die Spvgg. Quierschied ist Fußball-Saarlandligist SV Auersmacher aus dem Tritt gekommen. Am Mittwochabend reichte es im Nachholspiel beim SC Friedrichsthal zum dritten Mal in Folge nicht zum Sieg. Zehn Minuten vor dem Ende rettete Yannik Hoffmann mit seinem Tor zum 1:1 zumindest ein Remis. Der Punktgewinn war aber nicht genug, um die Tabellenspitze zu verteidigen. Durch den 3:1-Sieg von Borussia Neunkirchen bei der FSG Bous steht Auersmacher erstmals seit dem 14. Spieltag nicht auf Platz eins.


Auersmachers Trainer Andreas Wellner sagt: „Am Ende gab es eine gefährliche Aktion, in der das 1:2 fallen kann, weil wir aufgemacht haben. Wenn man aber das ganze Spiel sieht, wäre der Sieg für uns verdient gewesen. Nur waren wir im Umgang mit den Chancen einfach nicht clever genug.“ Seine Mannschaft geriet  in der 68. Minute durch den Treffer von Michael Graul in Rückstand. „Wir sind permanent angerannt, aber einfach nicht durchgekommen. Wenn der Gegner mit Mann und Maus verteidigt, ist es zwar schwer. Dennoch war das zu wenig“, kritisierte Wellner.

Auersmacher erwartet an diesem Samstag um 15.30 Uhr mit dem SC Halberg Brebach einen formstarken Lokalrivalen. Wellner hat trotz des zehnten Platzes der Gäste viel Respekt: „Brebach hat mit dem 4:0 gegen Quierschied ein Ausrufezeichen gesetzt und steht zu Unrecht so weit unten. “



Die Brebacher sind 2018 unbesiegt. Am Dienstagabend gewannen sie durch ein Tor von Artur Schneider in der 47. Minute mit 1:0 bei der SV Elversberg II. „Wir hatten nach dem Winter vier starke Gegner, dennoch lief es wirklich sehr gut“, lobt Spielertrainer Marcel Schug. Die Abwehr des SC Halberg ist schwer zu knacken und mit 25 Gegentoren die beste der Saarlandliga. „Dass wir nur ein Tor in vier Spielen kassiert haben, spricht für unsere Kompaktheit. Das verleiht uns im Moment viel Selbstvertrauen“, erklärt Schug. „Auersmacher ist für diese Liga extrem stark besetzt und daheim eine Macht. Aber wir wollen unseren den Lauf fortsetzen“, ergänzt er selbstbewusst.

Ob er Schug nach zwei Spielen Pause wegen einer Grippe wieder mitspielen kann, entscheide sich kurzfristig, sagt der 33-Jährige. So oder so aber gelte: „Wir haben dort nix zu verlieren.“  Beim SV Auersmacher sieht Trainer Wellner das etwas anders: „Wir müssen uns die unnötig verlorenen Punkte zurückholen – es wäre fatal, wenn wir in kurzer Zeit alles verspielen, was wir uns erarbeitet haben.“