Großer Vorgeschmack auf die Fastnacht : Da wurde Niedersalbach närrisch

Zur Fastnacht darf’s auch mal schwarzhumorig sein: „Frauen riechen von Hause aus besser als Männer. – Weil sie einen hohen Anteil an Orangenhaut haben.“ Das war nur eine der närrischen Weisheiten, die die Niedersalbacher Narren (NN) am Samstagabend bei der Sessionseröffnung des Heimat- und Verkehrsvereins (HVV) im ausverkauften Bürgerhaus verkündeten.

„Sessionseröffnung“ ist eigentlich eine schamlose Untertreibung der fast fünfstündigen Veranstaltung, denn wie immer startete der HVV mit einer Komödie der Kleinen Bühne Niedersalbach („Eine höllische Nacht“) und einer Kappensitzung der NN in die närrische Jahreszeit. Dabei gab die zweistündige Kappensitzung nur einen kleinen Vorgeschmack auf die vier großen Gala-Kappensitzungen am 7., 8., 14. und 15. Februar.

Herausragend dabei der Sketch der drei Schwenkweltmeister, gespielt vom Heusweiler Bürgermeister Thomas Redelberger, dem Niedersalbacher Ortsvorsteher Bruno Lesch und Luggi Andres, der die NN bis zu Beginn dieser Session 18 Jahre lang als Vorsitzender geführt hatte. Sie kalauerten sich durch ihren Sketch, dass den Leuten die Bäuche weh taten vor Lachen. Und sie sparten nicht mit guten Ratschlägen: „Widerspreche nie einer Frau. Warte 15 Minuten. Dann tut sie es von selbst.“ Köstlich auch der Sketch der ehemaligen Schulfreundinnen Cornelia Kraß und Stefanie Andres, die mit frechem Mundwerk die Männer durch den Kakao zogen. Beispiel gefällig? „Männer, die sich häufig in den Schritt fassen, leiden an Phantomschmerzen.“

Glanzlichter setzten auch die Showtanzgruppen der NN. So die NN-Lions mit einem atemberaubenden Showtanz „Lady Gaga“ sowie die NN-Girls mit einer launigen Après-Ski-Party. Nicht zu vergessen die Gesangsgruppen. Wie die „Stäänkaulsisters“ mit ihrem Karnevalsschlager der Session „Es ist wieder Faasendzeit“, angelehnt an den Klassiker „Bad, bad Leroy Brown“ von Jim Croce. Oder die Söhne Salbachs (Thomas Redelberger, Bruno Lesch, Karl-Ludwig Andres, Jürgen Kraß und Michael Bähr), die mit Stimmungsliedern die Narren tanzen ließen. Und der neue Sitzungspräsident Erik Schank meisterte seine Premiere souverän, charmant und reimend.

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