Lothar Forster, ein Großer der Heusweiler Fastnacht, ist tot

Nachruf : Lothar Forster, ein Großer der Fastnacht, ist tot

Lothar Forster, eine über Jahrzehnte herausragende Fastnachtsgröße im Heusweiler Ortsteil Niedersalbach und langjähriger Vorsitzender des Niedersalbacher Heimat- und Verkehrsvereins (HVV), ist tot.

Er starb nach langer schwerer Krankheit am Mittwochmorgen, 6. November. Lothar Forster entstammt einer Niedersalbacher Familie, die in der kulturellen Szene Akzente setzte. Großmutter Barbara Ziegler – genannt Lene Bäbche – war eine bekannte Mundartdichterin, Karnevalistin und 1973 Mitbegründerin des Karnevalvereins Niedersalbacher Narren (NN). Forsters Eltern – Elsa und Alois Forster – gehörten ebenfalls zu den Gründungsmitgliedern der NN, und auch der am 26. Juli 1949 geborene Lothar Forster war von Anfang an dabei. Zudem war er in mehreren Niedersalbacher Vereinen aktiv und einer der Garanten, dass die Veranstaltungen weit über die Grenzen Niedersalbachs bekannt wurden.

Als Mitglied des Sängerbundes und vor allem auf der Theater- und Narrenbühne war er über all die Jahre vielen Gästen der Veranstaltungen bekannt. Neben ungezählten Rollen auf der Theaterbühne bleibt er als Akteur der Kappensitzungen in Erinnerung. Unter anderem bei den Gesangsgruppen wie den NN-Singers oder den „Griene Hiet“, aber auch und gerade als begnadeter Büttenredner solo oder im legendären Trio Stritz, Stratz und Streitz. Seit Mai 1993 hatte Forster Verantwortung im HVV übernommen, dessen Vorsitzender er war, ehe er 2009 von seinem Sohn Markus beerbt wurde. Lothar Forster war 2002 auch Initiator und Gründungsmitglied der Kleinen Bühne Niedersalbach und Vorsitzender der NN. Lothar Forster konnte motivieren, begeistern und zum Mitmachen anregen. Er war in der Niedersalbacher Vereinsgemeinschaft sehr beliebt, geachtet und als Ratgeber geschätzt. Auch nach seinem Abschied von der Narrenbühne im Jahr 2011 blieb er den im HVV zusammengeschlossenen Vereinen eng verbunden. Forster wird am Montag, 11. November, nach einer Messe in der katholischen Kirche Heusweiler (14 Uhr) auf dem Hauptfriedhof zu Grabe getragen.

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