Stress im Gemeinderat: Zu wenig Kita-Plätze in Heusweiler

Zu wenig Kita-Plätze : Hat Heusweiler Verwaltung geschlafen?

75 Kita-Plätze fehlen – Kritik gab es dazu im Heusweiler Rat: Das Planen einer Container-Kita, um Engpässe zu mildern, komme zu spät.

Dass es nicht genug Kita-Plätze in Heusweiler gebe, darüber mache sich die SPD „große Sorgen“, sagte deren Fraktionssprecher Stefan Schmidt in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Es würden 75 Kindergartenplätze fehlen, weil in den vergangenen Jahren viel zu wenig passiert sei. Deshalb sollte die Verwaltung in der Sitzung Auskunft über die aktuelle Lage in Sachen Kita-Plätze geben.

Bürgermeister Thomas Redelberger (CDU) wies den Vorwurf, es sei zu wenig passiert, energisch zurück und erinnerte daran, dass die Gemeinde die Kita Holz saniert, den Kindergarten Kutzhof erweitert und die Kita Wahlschied von der evangelischen Kirchengemeinde übernommen habe. Zudem sei am 31. Oktober in Lummerschied eine Übergangskita eröffnet worden. „Wenn das nichts ist, dann ist das sehr schade“, sagte Redelberger.

Fachbereichsleiter Klaus Thinnes erklärte, dass die Gemeinde derzeit 570 Kindergarten- und 104 Krippenplätze zur Verfügung stelle. Alle Plätze wurden an Kinder aus der Gemeinde vergeben. Das Problem: Die 75 fehlenden Plätze könne die Gemeinde kurzfristig nicht zur Verfügung stellen.

Ulrich Krebs (FDP) geht davon aus, dass in Heusweiler junge Familien nach wie vor unter Druck stehen, einen Betreuungsplatz zu finden. Daher kritisierte er, dass die Verwaltung erst jetzt prüfe, ob und wo eine „Container-Kita“ aufgestellt werden könne – dieses Konzept, um der Nachfrage kurzfristig gerecht zu werden, hatte die FDP bereits im Dezember 2018 im Gemeinderat vorgestellt und auch einstimmige Zustimmung erhalten (die SZ berichtete). „Wir haben jetzt ein Jahr verloren“, so Krebs. Ähnlich Hans-Kurt Hill (Fraktion GLN-Klimabunt): „Wir haben Zeit verloren, lasst uns die Sache jetzt nach vorne treiben.“ Einen Beschluss fasste der Rat jedoch nicht. Manfred Schmidt (CDU) sagte, dass sich Rat und Verwaltung jetzt zusammenraufen und die Probleme zügig gemeinsam lösen sollen.

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