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Tristan Vinzent beim Bliesgau - Halbmarathon zur WM - Vorbereitung

Die WM im Visier : Tristan Vinzent fast alleine unterwegs

Wegen der Corona-Pandemie wurde der Bliesgau-Halbmarathon abgesagt. Als Vorbereitung auf die WM-Teilnahme lief Tristan Vinzent die Strecke trotzdem. Carsten Hoffmann vom TuS Ormesheim lief mit.

Am vergangenen Samstag sollte eigentlich die mittlerweile 17. Auflage des beliebten Bliesgau-Halbmarathons des TV Bierbach mit dem Start- und Zielpunkt Biesingen stattfinden. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie musste allerdings diese Großveranstaltung ins kommende Jahr verschoben werden.

Der 17. Bliesgau-Halbmarathon wird nun am Samstag, 22. Januar 2022, über die Bühne gehen. Obwohl es am Samstag keinen Lauf gab, wollte dennoch der bekannte Ormesheimer Ultra-Triathlet Tristan Vinzent etwas vor Ort für seine Fitness machen. Der Saarländer gehört bereits seit vielen Jahren zu den Stammläufern des Bliesgau-Halbmarathons. „Es war eine spontane Idee, die kurz zuvor beim Lauftreff in Ormesheim entstanden war. Ich hatte einfach mal nachgefragt, ob jemand Lust hätte, den Bliesgau-Halbmarathon ohne alle anderen zu laufen“, meint Vinzent. Carsten Hoffmann vom TuS Ormesheim sagte spontan zu und wollte mit Vinzent (TuS Ormesheim/LAZ Saarbrücken) die Herausforderung annehmen. „Das Wetter war super: Trocken, kalt und um die drei Grad herum. Unterwegs gab es keinerlei Regen, sogar die Sonne ist einmal herausgekommen“, freut sich der Leistungssportler.

Da dieses Mal die Mitläufer des Veranstalters fehlten, hätte es teilweise Orientierungsschwierigkeiten gegeben. „Dies betraf den ersten Teil, so dass wir am Ende 22,5 Kilometer statt der ursprünglich anvisierten 21,1 Kilometer zurückgelegt hatten. Ab Lautzkirchen war dann wieder alles gut. Im Biesinger Wald hatten wir uns einmal vertan, da es dort etliche Abzweigungen gibt. Einmal sind wir falsch abgebogen“, meint der Ormesheimer. Dennoch hätte alles sehr viel Spaß gemacht. Und man freue sich nun auf die Auflage in einem Jahr, wenn dann hoffentlich alles wieder im gewohnten Rahmen über die Bühne gehen könne.

Auch wenn das Corona-Jahr 2020 von vielen Absagen geprägt war, hat der Ultra-Triathlet dennoch sein Trainingspensum nicht heruntergeschraubt. „Ich trainiere sechs Mal pro Woche und lege nur einen Ruhetag ein. Das Schwimmtraining geht natürlich seit November nicht mehr. Das ist eine totale Katastrophe. Ich hoffe, dass es vielleicht irgendwann im Februar wieder losgehen kann“, meint der Saarländer. Dies sei auch wichtig, um die geplanten und von 2020 auf 2021 verschobenen Wettkämpfe „gut trainiert“ angehen zu können. Dabei handele es sich unter anderem um den Triple im französischen Colmar, der Ende Juni über die Bühne gehen soll. Anschließend soll in der Schweiz (Mitte August) die WM über die Zehnfach-Ironman-Nonstop-Distanz stattfinden. „Dort will ich in meiner Altersklasse 50 bis 60 Weltmeister werden“, hat sich der Ormesheimer ein ehrgeiziges Ziel gesetzt.

Beim Bliesgau-Halbmaraton im Januar 2020 hatten die Teilnehmer noch viel Spaß. Dieses Mal fiel die Großveranstaltung aus. Foto: Stefan Holzhauser

Und zum Jahresabschluss hin wollte er eigentlich nach Mexiko fliegen, um dort einen Fünffachen anzugehen. „Allerdings ist für diese Zeit ein Konzert von unserer Schule aus in Planung – das ist sehr wichtig, und da bekomme ich auch nicht frei. Daher muss ich einen anderen Wettkampf angehen. Es soll Anfang Oktober in Virginia in den USA der Triple sein“, berichtet der am 21. September 1963 in Ormesheim geborene hauptberufliche Musikpädagoge, Trompeter und Dirigent für Blasorchester.