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Corona-Mutation im Landkreis St. Wendel nachgewiesen

Pandemie im Landkreis : Corona-Mutation erreicht St. Wendel

Vier Menschen im Landkreis St. Wendel sind mit der britischen Corona-Mutation infiziert. Wie Landrat Udo Recktenwald (CDU) berichtet, handele es sich um drei Familienmitglieder sowie einen Bekannten.

Sie alle leben in der Kreisstadt. Wie die Virusvariante in die Region gelangt ist, sei derzeit noch nicht geklärt. „Wir haben keine Hinweise darauf, dass die Infizierten auf Reisen oder im Ausland waren“, sagt Recktenwald. Es könnte sein, dass sie sich im „beruflichen Umfeld“ mit der Mutation angesteckt haben. Oberstes Ziel sei es nun, herauszufinden, wo der Ursprung der Infektionskette liege. Außerdem wolle man die vier Betroffenen in den kommenden Tagen mehrmals testen. Menschen, die sich mit der herkömmlichen Coronavariante angesteckt haben, werden in der Regel lediglich am Ende der Quarantäne noch einmal abgestrichen.

Insgesamt hat das St. Wendeler Gesundheitsamt am Dienstag 23 neue Corona-Fälle gemeldet. Diese verteilen sich auf die Kommunen St. Wendel (8), Tholey (6), Freisen (4), Oberthal (2), Marpingen (1), Namborn (1) und Nohfelden (1). Nach Angaben eines Sprechers der Kreisverwaltung ist die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner auf 141,37 gestiegen. Am Montag lag der Wert bei 139,07. Zudem meldet der Sprecher einen Sterbefall: Ein 90-Jähriger aus der Gemeinde Oberthal ist an beziehungsweise mit dem Virus verstorben.

Seit Beginn der Pandemie sind in der Region insgesamt 2019 Corona-Fälle registriert worden. 1749 der Betroffenen gelten inzwischen als genesen. 79 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus verstorben. Aktuell sind nachweislich 191 Personen mit Covid-19 infiziert.

der Fälle auf die Kommunen: St. Wendel (620), Marpingen (264), Tholey (339), Nohfelden (237), Oberthal (157), Namborn (129), Freisen (154) und Nonnweiler (119).