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In Homburg ausgesetzter Husky-Welpe ist tot

Polizei sucht weiter nach Täter : Der Husky-Welpe ist an Neujahr gestorben

Tierklinik konnte das Hunde-Baby nicht mehr retten. Polizei weitet ihre Ermittlungen nach Täter aus.

Entsetzen bei Tierliebhabern und der Polizei: Der 12 Wochen alte Husky-Welpe, der in Jägersburg im Wald nahe des Neubaugebietes „In der Muhl“ in einem Haufen von illegal abgelagertem Mülls gefunden wurde, ist tot. Der völlig erschöpfte Welpe wurde noch am Tag des Auffindens, am 30. Dezember,  in die Tierklinik Elversberg gebracht, wo er sofort versorgt wurde (wir berichteten). Wie die Polizei in Homburg am Mittwoch auf Anfrage erklärte, ist das Hunde-Baby trotz intensiver tiermedizinischer Versorgung am Neujahrstag  in der Klinik verstorben. Die Polizei in Homburg hat bisher noch keine Hinweise auf Personen, die das Tier ausgesetzt haben. Die Beamten wollen ihre bisherigen Ermittlungen ausweiten, hieß es.

Der Husky-Welpe war in einem Hundekorb unter einem Müllberg von einem Spaziergänger gefunden worden. Dieser  hatte sofort die Polizei informiert. Nach dem aktuellem Ermittlungsstand der Polizei ist der Welpe in der sehr kalten Winternacht zum Samstag, 29. Dezember, im Wald  deponiert und zum Verenden zurückgelassen worden. Die Beamten brachten das Tier umgehend in die Tierklinik. Dort wurde festgestellt, dass das Husky-Baby  in einem unterernährten und verwahrlosten Zustand war. Wie die Polizei weiter mitteilte, wird daher neben ordnungswidrigem Verhalten auch von einem strafrechtlichen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz ausgegangen. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet.

Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes werden jedes Jahr 300 000 Tiere ausgesetzt, 70 000 von ihnen landen in Tierheimen, einige davon auch im Homburger Tierheim. Vor allem in den Urlaubszeiten im Sommer „entledigen“ sich so genannte Tierliebhaber ihrer Tiere: setzten sie aus, lassen sie verhungern oder töteten sie.

„Wer sich ein Tier zulegt, trägt die Verantwortung – auch während der Urlaubszeit“, erklärt Thomas Schröder, Präsident des deutschen Tierschutzbundes auf der Hompage der Organsiation. „Tiere sind keine Wegwerfware, die ich ,entsorgen’ kann, sobald sie mir im Weg stehen“, heißt es da weiter.

In dem Fall des Husky-Welpen sucht die Polizei nach Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu den Hundehaltern und/oder Tätern geben können. Die Hinweise werden  vertraulich behandelt. Die Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion in  Homburg unter der Telefonnummer (06841) 10 60 in Verbindung zu setzen.