Gisela Couturier stellt im Rathaus Gersheim aus

Ausstellung in Gersheim : „Von A bis Z, von Aquarell bis Zeichnung“

Die St. Ingberterin Gisela Couturier stellt noch bis Ende des Monats 40 ihrer Werke auf zwei Etagen im Rathaus Gersheim aus.

Noch bis zum 31. Oktober zeigt die St. Ingberterin Gisela Couturier ihre Werke in der Galerie des Gersheimer Rathauses. Die 1956 in Hühnerfeld geborene Künstlerin entdeckte während einer Reha-Maßnahme 2001 im Schwarzwald ihre Liebe zur Malerei, ist somit eine Spätberufene - das aber mitz Leib und Seele. Seither hat sie verschiedene Aquarellkurse bei verschiedenen Volkshochschulen absolviert, aber auch Seminare in abstrakter Malerei und Landschaftsmalerei bei Tina Stein in Saarbrücken und in Acrylmalerei bei Klaus Schwarz in Schönenberg-Kübelberg belegt. Ihre Ausstellung auf den beiden Etagen des Gersheimer Verwaltungsgebäudes steht unter dem Titel „Von A bis Z, von Aquarell bis Zeichnung“.

Dazu hat sie in Teilbereichen auch  Inspiration gefunden durch die seit 2008 besuchten Seminare in fantastischer Malerei und weiteren Techniken bei Dietmar Hofmann in der Privatakademie „Der kleine Kunstbahnhof in Eschenau“. Fester Bestandteil ihres Wirkens ist zudem seit letztem Jahr die Malschule „Kunst Palette Bübingen“ bei Ulrike Kleineher und Hilary Spross mit Schwerpunkt Aquarellmalerei.

Die Vielseitigkeit der Ausstellerin, von der 40 Exponate zu sehen sind, unterstreicht, dass sie sich seit drei Jahren zudem mit Enkaustik und Pouring beschäftigt, ihre Schaffenskraft auch dort auslebt. Anregungen hole sie sich oftmals aus Büchern über Flora und Fauna, ebenso reiche auch oft ein Stück bedruckter Stoff, um ihren Ideen freien Lauf zu lassen, teilte die St. Ingberterin Claudia Böhning bei der von Katharina und Peter Baarß musikalisch und gesanglich begleiteten Vernissage mit. Auf jeden Fall spielt der Aquarelluntergrund mit seiner Farbigkeit eine große Rolle fürs Bild, das entsteht.

Couturiers größte Leidenschaft seien jedoch weiterhin Aquarelle und Zeichnungen, sei es mit Feder, Fineliner oder einfach mit dem Retouchierpinsel. Ihre Werke entstehen zumeist spontan. Je nach Stimmungslage wechseln Farbe, Form und Material. Deuten könnte man, dass die in das Kunstwerk hineingelegte Power ein Befreiungsschlag der Seele sei, sozusagen vom Herz auf die Zunge – hier in die Hand, die den Pinsel hält. Schwerpunkt ihres Schaffens, das ist für den Betrachter deutlich zu erkennen, sind fantastische Landschaften, Welten, mit weichen Farben grundiert, danach mit Tusche gezeichnet.

Schon ein Jahrzehnt lang erfreut sie Kunstfreunde in mehreren Einzel- und Gruppenausstellungen, beispielsweise im Kulturcafé Bienenkorb Wolfersheim, dem Haus des Gastes in Weiskirchen. oder der ehemaligen Synagoge von Polch sowie im Sparkassengebäude in Bübingen. Um ihr Wissen und Können weiter zu geben, bietet sie seit Jahren Kurse für Kinder aber auch Größeren an. Dort könne dann alles ausprobiert werden, seien es Aquarell, Kreide, Acryl, Pouring, Tusche oder Enkaustik, führte Böhning weiter aus.

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