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Umweltministerium: Die Luftqualität im Bliesgau ist gut

Im Bliesgau kann man durchatmen : Die Luft ist rein – so darf das sein

Es gibt zwar keine Messstationen im Bliesgau, und dennoch kann man Aussagen treffen hinsichtlich der Qualität.

Das Saarland hat eine ganze Reihe fester Messstationen zur Ermittlung der Luftqualität. Allerdings ist der Bliesgau nicht dabei. Aus diesem Grund wollten wir vom Umweltministerium wissen, wie sich die Qualität der Luft im Biosphärenreservat entwickelt hat. Denn am Boden macht die Schutzzone eine gute Figur, die Unesco wird aller Voraussicht nach den Status wieder bestätigten.

Das Immissionsnetzwerk Saar (IMMESA) geht Luftverschmutzungen im ganzen Land nach, konzentriert sich dabei aber ganz wesentlich auf die Saarschiene. Von insgesamt zwölf Messstellen liegen sieben an der Saar, vier in Saarbrücken, drei in Völklingen, Dillingen und Saarlouis. Drei liegen an der französischen Grenze in Berus, Biringen und aus gutem Grund in Lauterbach, wo das französische Chemiewerk in Sichtweite liegt.

Im Saarpfalz-Kreis gibt es nur eine Messtation, und die ist in Bexbach an der Grundschule am Kälberberg. Mandelbachtal, Gersheim und Blieskastel, aber auch der Homburger Raum fehlen im Netzwerk. Ministeriumssprecherin Sabine Schorr bestätigt uns das: „Im Bliesgau selbst finden keine IMMESA-Messungen statt. Aus den Ergebnissen der vorhandenen Messreihen lässt sich jedoch schließen, dass im Bliesgau an keiner Stelle ein Grenzwert für Schwefeldioxid, Feinstaub, Kohlenmonoxid, Stickoxide (Stickstoffmonoxid und Stickstoffdioxid) sowie Ozon überschritten wird. Die Belastung dürfte in einer ähnlichen Größenordnung liegen wie an der Messstation in Biringen, die im Messnetz IMMESA zur Ermittlung der Hintergrundbelastung dient.“

Die Station in Biringen im Kreis Saarlouis ist abseits jeder Industrie in einem ländlichen Randgebiet des Saarlandes und dient als Referenzstation für eine unbelastete rein ländliche Zone. In Biringen werden umfangreiche Messungen nach den genannten Schadstoffen durchgeführt, aber auch giftige Schwermetalle und meteorologische Daten im Auge behalten. Das Umweltministerium geht davon aus, dass diese dort gewonnenen Daten auf den Bliesgau übertragbar sind. Pressesprecherin Schorr gibt dazu an: „Wie an allen anderen Messstellen im Saarland dürfte die Belastung der Luft im Bliesgau in den letzten Jahren ebenfalls zurückgegangen sein. Eine Ausnahme bildet hierbei Ozon, für das die mittlere Belastung eine eher steigende Tendenz aufweist.“

Die Messwerte des Netzwerks kann man auf den Videotextseiten des SR einsehen. Auf den Seiten 166 und 168 seien die Daten abrufbar.

Im gesamten Bliesgau kann man prima durchatmen, sagt das Umweltministerium. Foto: BeckerBredel

Trotz fehlender Messungen ist man im Ministerium in der Landeshauptstadt überzeugt davon, dass die Luftqualität im Bliesgau mit den Messwerten aus dem Saargau übereinstimmt und sich kontinuierlich verbessert hat.