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Solarpark beschäftigt Mainzweiler

Solarpark beschäftigt Mainzweiler

Mainzweiler. Bei der Tagung zum Thema "Solarpark Mainzweiler" im Sängerheim wurde diskutiert und gefeilscht. Vorgestellt wurde die Fotovoltaik-Freilandanlage, die noch vor dem 30. Juni auf dem Gelände der ehemaligen Sandgrube und Erdmassendeponie - auf 4,3 Hektar - entstehen soll

Mainzweiler. Bei der Tagung zum Thema "Solarpark Mainzweiler" im Sängerheim wurde diskutiert und gefeilscht. Vorgestellt wurde die Fotovoltaik-Freilandanlage, die noch vor dem 30. Juni auf dem Gelände der ehemaligen Sandgrube und Erdmassendeponie - auf 4,3 Hektar - entstehen soll. Mit einer Leistung von 1 372 000 Kilowattstunden pro Jahr wird die Anlage genug umweltfreundlichen Strom produzieren, um über 400 Haushalte damit zu versorgen. "Ganz Mainzweiler", erklärte Hans-Heinrich Rödle, Ottweiler Bürgermeister. Zum Ausgleich der Ökobilanz plant die Stadt unter anderem die Aufforstung entlang der Stennweilerstraße und das Ansiedeln einer Streuobstfläche entlang der Waldstraße.

Bebauungsplan liegt aus

Ab kommendem Montag wird der Bebauungsplan erneut einen Monat lang ausliegen; Bürger können Anregungen und Bedenken äußern.

Die Blendwirkung, das Landschaftsbild - das beschäftigt die Bürger. Ein Ergebnis der ersten Phase der Bürgerbeteiligung ist bereits Teil des Bebauungsplans: unterhalb der Anlage soll ein Heckenstreifen gepflanzt werden, um die Optik zu verbessern.

"Mit der Anlage kann man vor Ort Potenziale nutzen und sich unabhängig machen", so die Worte von Hermann Lang, Geschäftsführer von Sunera GmbH; jene Firma, die die Anlage geplant hat und Pächter der Fläche ist. Der Pachtvertrag läuft 25 Jahre lang und wird je nach Wirtschaftlichkeit verlängert; danach wird die Anlage komplett abgebaut.

Geplant ist eine Bürgerbeteiligung: bei einer Vertragslaufzeit von acht Jahren gibt es eine Verzinsung von vier Prozent pro Jahr, bei einer Laufzeit von zwölf Jahren eine Verzinsung von fünf Prozent pro Jahr. Die Solarbausteine können ab einem Preis von 1000 Euro erworben werden. "Es ist ein Nachrang-Darlehen. Im Falle einer Insolvenz, die wir nach unseren Kalkulationen aber ausschließen, erhält zuerst die Bank ihr Geld", so Andreas Thiele, Projektier und Investor. Bürger können ihr Interesse bis zum 20. April bekunden.

Maximal drei Meter hoch

Ergebnisse der Diskussion im Sängerheim sind, dass die Stadt prüfen wird, ob die Ausgleichmaßnahmen nicht doch alle in Mainzweiler selbst realisiert werden können; zudem sollen nur Module mit einer maximalen Höhe von drei Metern verwendet werden. Letzteres freut Christof Alt, der ab Juni direkt auf die Anlage blicken wird, ein bisschen. "Ich bin für erneuerbare Energien, habe selbst Solarzellen auf dem Dach. Aber um meinen traumhaften Blick auf das Feld ist es schade", sagte Alt gegenüber der SZ.