Neunkircher erklärt, wieso es mehr männliche Erzieher geben sollte „Als Mann lässt man ein Kind auch mal rennen, ist nicht immer gleich so ängstlich“

Dirk Schneider-Bauermeister ist stellvertretender Leiter der Kita in Furpach. Er ist einer von den wenigen männlichen Erziehern im Kreis Neunkirchen. Das soll sich seiner Meinung nach ändern – vor allem für Kinder seien männliche Vorbilder wichtig.

Dirk Schneider-Bauermeister ist einer von 13 Erziehern im Bereich der städtischen Kitas.

Dirk Schneider-Bauermeister ist einer von 13 Erziehern im Bereich der städtischen Kitas.

Foto: Elke Jacobi

Er ist einer von 13. Immerhin. Dennoch: Das sind gerade mal fünf Prozent der in der Kreisstadt Neunkirchen im Kita-Bereich Tätigen. Und das sind, da ist sich Dirk Schneider-Bauermeister sehr sicher, viel zu wenig. „Es fehlen viele männliche Vorbilder“, sagt der stellvertretende Leiter der städtischen Kita Furpach. „Die Kinder werden jahrelang vom Frauenbild geprägt.“ Und da denkt er nicht nur an den Erzieher-Beruf, das sei vor allem in der Grundschule so, aber auch vielfach noch an weiterführenden Schulen, wo Männer meist nur im Bereich der Naturwissenschaften als Lehrer aufträten. Auch im häuslichen Umfeld mit sehr vielen allein erziehenden Frauen fehle oft ein männliches Vorbild. Dabei sei es doch so wichtig, dass Kinder auch einmal eine andere Sichtweise erleben. Beide Blickwinkel müssten vermittelt werden.