| 20:20 Uhr

Kommunalpolitischer Disput in Illingen
Bürgermeister König kontert Angriffe Josts

Illingen. Von Michael Beer

Ob Illingens CDU-Bürgermeister Armin König und Guido Jost, Fraktionsvorsitzender der SPD im Gemeinderat und Ortsvorsteher von Hüttigweiler, noch einmal in Freundschaft verbunden sein werden? Scharmützel zwischen beiden gibt es immer wieder, im Gemeinderat geht es danach wieder friedlich zu. Jüngst hat sich Jost darüber beklagt, der Bürgermeister drücke sich um die Diskussion im Ortsrat in Bezug auf die Sanierung der Illtalhalle (SZ vom 26. Februar). Kurz zuvor hatte er den Verwaltungschef gar als „Standortnachteil“ für Illingen benannt. Die jüngsten Angriffe lässt Bürgermeister König nicht auf sich sitzen. Er fordert seinen Kontrahenten auf, verbal abzurüsten. Insbesondere zum Thema Illtalhalle und den offenen Mehrkosten von 850 000 Euro erklärt König, Jost sei in Krisengespräche eingebunden: „Der Ortsvorsteher und SPD-Fraktionsvorsitzende kennt dieses Projekt so gut wie ich, und er kennt auch die Probleme einer Zusatzfinanzierung.“ Selbstverständlich stehe die Verwaltung seit Wochen mit dem Innenministerium in Verbindung, um die Finanz-Probleme zu lösen. Die Hüttigweiler Ortsratssitzung habe nicht mehr in seinen „proppenvollen Terminkalender“ gepasst. Wenn der Ortsvorsteher die Teilnahme des Verwaltungschefs wünsche, solle er mit ihm im Vorfeld einen Termin vereinbaren. Auch zum Fortschritt auf dem ehemaligen Höllgelände und Josts Attacke, bei dem für Illingen wichtigen Projekt folge „eine Hiobsbotschaft auf die andere“, Königs Attacken gegen die Landesregierung schadeten der Gemeinde, äußert sich der Bürgermeister. Das Projekt laufe gut. Jost solle in seiner Funktion als ASB-Landesvorsitzender darauf achten, dass dies auch für die Pläne des ASB auf dem Areal gelte.