Merzig: Stars der Musikbranche treffen sich in Merzig

Zeltfestival feiert Premiere : Stars der Musikbranche treffen sich in Merzig

Zum Zeltfestival kommen Nico Santos, Álvaro Soler und La Brass Banda sowie weitere Künstler als Support in die Kreisstadt.

La Brass Banda, Nico Santos und Alvaro Soler – auf der ganzen Welt sind sie bekannt, mit ihren Lieder stürmen sie regelmäßig die Charts. Und noch eines haben alle drei gemeinsam: Im September spielen sie bei der Premiere des Merziger Zeltfestivals. An drei Tagen wird dabei das Merziger Oktoberfestzelt auf dem Stadthallenparkplatz erstmals als Konzert-Location genutzt.

Und gleich zur ersten Auflage dürfen sich die Besucher auf Stars der Musikszene freuen, die einen Chart­hit nach dem anderen landen. Zu dem Zeltfestival werden täglich von den Veranstaltern bis zu 2500 Besucher erwartet. Dabei werden die Top­acts jeweils rund anderthalb Stunden auf der Bühne stehen und die Zuhörer in Merzig mit Livemusik begeistern.

Der Freitag, 20. September, startet direkt mit einer Sensation. Die Eröffnung des Zeltfestivals um 20 Uhr lassen sich die Musiker von La Brass Banda nicht entgehen und kommen im Rahmen der Bierzelttour 2019 auch nach Merzig. Die Chiemgauer Combo um Stefan Dettl bringt jede Halle zum Kochen und die Besucher immer außer Rand und Band. Meist braucht es nur wenige Songs dieser Hochgeschwindigkeits-Blaskapelle, um das Publikum zu elektrisieren: Singen, Grooven, Klatschen stehen bis zum Ende der Konzerte auf der Tagesordnung.

„Der in der Bayerischen Blasmusik verwurzelte energiegeladene Sound aus Techno, Ska, Reggae und Punk zündet auf der ganzen Welt, auch wenn man den Text nicht versteht“, schreibt das Kreiskulturzentrum Villa Fuchs in seiner Presseankündigung. Was La Brass Banda von der Bühne blase, sei pure Energie, die direkt in Herz und Hüften gehe. Bei La Brass Banda feierten Trachtler mit Hipstern, gingen Jungs in Lederhosen genauso steil wie Mädels mit Motörhead-T-Shirts, lösten sich Klischees über volkstümelnde Blasmusik buchstäblich im Dampf auf.

Nico Santos kommt ebenfalls zum Zeltfestival in Merzig. Foto: Studio Maximilian König

La Brass Banda zählt mittlerweile zu einer der erfolgreichsten Brass-Pop Bands der Welt. Was zunächst als Revolution im Süden Deutschlands begann, brachte spätestens beim Eurovision Songcontest 2013 die komplette Republik und inzwischen die halbe Welt zum Tanzen - stets barfüßig und in Lederhosen. Als Support spielt „Dis M“.

Der Samstag, 21. September, steht im Zeichen von „Mister Rooftop“ – Nico Santos. Kein anderer Künstler war 2018 erfolgreicher in den deutschen Radiocharts. Mit „Safe“, „Rooftop“ und der Single „Oh Hello“ steuerte der Popsänger und Songschreiber gleich drei Hits zu den Top-100-Airplay-Jahrescharts bei. Das macht Nico Santos zu einem der gefragtesten Singer-Songwriter Deutschlands.

Er stürmte bereits mehrfach die Charts: Álvaro Soler. Foto: Ben Wolf

Auch als Co-Autor hat der junge Künstler bereits eine beachtliche Karriere vorzuweisen – Mark Forster, Bushido, Helene Fischer sind nur einige Stars bei deren Songs er mitwirkte. In seinen Songs nähert sich Nico Santos Themen wie Liebe, Eifersucht, Identität, Credibility, Stolz, das Gesetz der Straße, die Geschichten der Nacht. Er selbst sieht sein Album wie ein „in Musik gefasstes Tagebuch“.

Seit April ist der 25-jährige Ausnahmekünstler auf seiner Europatour in Deutschland, Österreich und der Schweiz live mit seiner Band zu erleben. Den Abschluss seiner „Streets of Gold“-Europatournee wird er in der Kreisstadt feiern. Power und Leidenschaft erwartet die Besucher bei diesem Live-Konzert, das um 20 Uhr startet. Support ist Sonnhalter.

Am Montag, 23. September, um 19 Uhr, bringt das Zeltfestival kurzzeitig den Sommer zurück. Álvaro Soler wird ebenso seine Europatournee „Mar De Colores European Summer Tour 2019“ in Merzig beenden und mit seiner Band Hits wie „Sofia“, „El Mismo Sol“ und „Yo Contigo, Tú Conmigo (The Gong Gong Song)“ mit im Gepäck haben.

Insgesamt hat er über 30 Gold-, Platin- und Diamant-Awards sowie drei „Latin American Music Awards“-Nominierungen erhalten. 390 Millionen Streams bei Spotify und 1,7 Millionen Fans auf seinem Youtube-Kanal belegen seine weltweite Bekannheit.

Der Musiker hat eine spanische Mutter und einen deutschen Vater. 2015 zog er nach Berlin und nahm sein Solo-Debüt auf, das in Deutschland aus dem Stand in die Top 5 einstieg, in Polen, der Schweiz und Italien Platz 1 knackte und sich auch im Rest von Europa Top-Chartplatzierungen sicherte. Währenddessen ging sein Hit „Sofia“ in 17 Ländern souverän auf Nummer 1 und erreichte in 30 Ländern weltweit die Top 5. Trotz dieser beeindruckenden Bilanz nimmt sich der 27-jährige Álvaro selbst gar nicht so ernst und legt es mit seinen Songs ganz und gar nicht auf den schnellen Ruhm an. Vielmehr geht es dem mehrsprachigen Weltenbummler darum, unterschiedliche Kulturen auf einem Dancefloor zusammenzubringen.

Dass Selbstironie und Hitqualitäten bestens zusammenpassen, beweist Álvaro mit „La Cintura“, der ersten Single aus seinem im vergangenen September erscheinenden zweiten Album „Mar de Colores“. Der Track beschäftigt sich mit einem eigentlich klassischen Territorium südländischer Männer: Der Hüfte. In dieser Region macht ihnen kein Nordeuropäer was vor, denn Spanier können alles Mögliche und vor allem können sie tanzen – Álvaro ist da allerdings kein Musterbeispiel: „Als ich den Song schrieb, dachte ich die ganze Zeit, dass ich ‚La Cintura’, also ‚die Hüfte’, noch aus dem Refrain werfen muss, denn das bin ich überhaupt nicht. Ich bin ziemlich groß und ein schlaksiger Typ, absolut kein Tänzer. Dann dachte ich aber: Warum nehme ich nicht eine Unsicherheit von mir – also die Tatsache, dass es echt albern aussieht, wenn ich tanze – und schreibe darüber. Wenn ich einfach ehrlich bin, wird es am Ende vielleicht sogar eine Stärke.“

Und die herrlich erfrischende Bitte, ihm doch dabei zu helfen, seine Hüftregion unter Kontrolle zu bekommen, verpackt Álvaro dann in einen so mitreißend gut gelaunten Refrain, dass sich sämtliche Cinturas dieser Welt selbstständig machen werden – unabhängig von ihren jeweiligen Tanz-Abzeichen. Support ist Stereokai.

Tickets gibt es im Ticket-Büro in der Merziger Stadthalle, bei allen Ticket-Regional Vorverkaufsstellen, unter www.ticket-regional.de und unter www.eventim.de. Weitere Infos unter Telefon (0 68 61) 9 36 70 oder unter Telefon (0 68 61) 8 54 92.

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