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Merzig-Hilbringen: Rudolph springt nur ein, wenn Not am Mann ist

Merzig. Oberligist HSV Merzig-Hilbringen hat morgen in der Thielspark-Halle den TV Mülheim zu Gast. Der HSV belegt Rang sechs, die Rheinländer Rang sieben. HSV-Trainer Marcus Simowski prophezeit einen Handball-Krimi. Roland Schmidt

Die Anhänger des HSV Merzig-Hilbringen bekamen in dieser Saison bei den Heimspielen ihren Vereins viel für das Eintrittsgeld geboten. Acht seiner elf Saisonsiege holte der Handball-Oberligist zu Hause. Nummer neun könnte am morgigen Samstag folgen, wenn der TV Mülheim ab 19.30 Uhr in der Thielspark-Halle zu Gast sein wird.

Im Duell des Tabellensechsten mit den auf Rang sieben folgenden Rheinländern entscheidet die Tagesform, erklärt HSV-Trainer Marcus Simowski. "Wir treffen auf einen Gegner, der ebenbürtig ist. Ich erwarte ein enges Ding", sagt er und erinnert an das Hinspiel. Mit dem Abpfiff erzielte Tomas Kraucevicius damals den Ausgleichstreffer. Es war ein glücklicher Punktgewinn für Merzig-Hilbringen. "Zaubertore" nach Trickwürfen oder "Dreher" aus unmöglichem Winkel gab es in diesem Kampfspiel nicht zu sehen. Dafür Emotionen pur auf und abseits des Spielfeldes.

Im Rückspiel morgen wird es ähnlich werden. "Wir werden bis zuletzt gefordert sein und bauen auf unser Publikum", sagt Simowski und verspricht im Gegenzug einen kurzweiligen Handball-Abend. Aber nicht alle Zuschauer werden ihren Spaß haben. Lars Pfiffer und Laszlo Kincses hätten gerne auf ihre Beobachter-Rollen verzichtet. Im Hinspiel steuerten die HSV-Spieler jeweils zwei Tore bei. Dieses Mal leiden sie verletzt an der Seitenlinie mit. "Zusehen und nicht helfen können - das ist echt nicht mein Ding und für jeden Handballer brutal", meint Pfiffer, der kürzlich an der lädierten Schulter operiert wurde. "Die Reha verläuft gut. Es wird noch dauern, bis ich richtig fit bin - aber dann greife ich wieder voll an", beteuert der Rückraumspieler, für den die Saison gelaufen ist.

Mannschaftskollege Laszlo Kincses hofft auf eine baldige Rückkehr. Doch das alte Problem ist wieder da. "Ich habe Schmerzen im Sprunggelenk und kann momentan nichts machen", erzählt der Rechtsaußen, dessen Tore vor zwei Wochen bei der 30:33-Heimniederlage gegen VTV Mundenheim fehlten.

Marcel Rudolph könnte spielen. Der künftige Neuzugang des HSV Merzig-Hilbringen und frühere Jugendspieler des TuS Brotdorf ist fit - und er trainiert bereits fleißig mit. Wenn keine Not am Mann ist, wird der Kreisläufer von der HG Saarlouis aber wie geplant erst in der kommenden Saison in das Spielgeschehen eingreifen. Bis dahin muss er sich auf das Daumendrücken beschränken. Was morgen aber durchaus helfen könnte. Im Spiel gegen Mülheim wird jeder Daumen gebraucht. Denn Simowski sagt: "Hier entscheiden Nuancen. Das wird eine ganz heiße Kiste."

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