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Keine Geschenke, dafür ein Dach

Keine Geschenke, dafür ein Dach

Steinberg. Die Josefskapelle in Steinberg steht seit 1949 hoch über dem Dorf und vermittelt ihrem Besucher neben besinnlicher Ruhe auch eine wunderbare Aussicht weit in das Saarland hinein.Die Steinberger haben sich zwar schon immer um ihre Kapelle gekümmert, das konnte aber nicht verhindern, dass der Zahn der Zeit auch an ihr nagte

Steinberg. Die Josefskapelle in Steinberg steht seit 1949 hoch über dem Dorf und vermittelt ihrem Besucher neben besinnlicher Ruhe auch eine wunderbare Aussicht weit in das Saarland hinein.Die Steinberger haben sich zwar schon immer um ihre Kapelle gekümmert, das konnte aber nicht verhindern, dass der Zahn der Zeit auch an ihr nagte. Deswegen hat die Firma Schunk & Ritz GmbH, Dachdeckerei, Zimmerei, Klempnerei in Wadern, jüngst zu Ehren des heiligen Josef, dem Schutzpatron der Arbeiter, unentgeltlich eine komplette Dachsanierung durchgeführt. Das Schieferdach wurde dabei "altdeutsch eingedeckt" und mit einer hochwertigen Dachrinne samt Fallrohr versehen. Verantwortlich für die außergewöhnliche Maßnahme sind die Geschäftsführer der Firma: Werner Schunk, Josef Frank und Bernhard Hoffmann.

Wie kam es nun dazu? Auf Nachfrage des Ortsvorstehers Christoph Trampert teilte Josef Frank aus Steinberg, der in der Nachbarschaft der Kapelle aufgewachsen ist und auch heute nicht weit von ihr wohnt, mit, im Jahre 2009 sei er zum einen 50 Jahre alt geworden und nahezu gleichzeitig zehn Jahre Teilhaber seiner Firma gewesen. Zum anderen habe das Unternehmen seinerzeit die große Weltwirtschaftskrise überstanden, ohne einen einzigen Mitarbeiter entlassen zu müssen. Aus Dankbarkeit dafür hat Josef Frank auf jedwede Geschenke zu seinem runden Geburtstag verzichtet und stattdessen das arg in Mitleidenschaft gezogene Dach der Kapelle erneuert. Hierfür danken ihm und seiner Firma Pastor Jakob Spaniol und Ortsvorsteher Christoph Trampert.

Umfeld neu gestaltet

Die Arbeiten der Fachfirma nahmen dann Pfarrgemeinderat und Nabu-Ortsgruppe zum Anlass, das Umfeld der Kapelle ebenfalls ganz neu zu gestalten; abgeschlossen wurde das Ganze durch die Anlegung eines befestigten Fußweges zum Gebäude hin. Allen, die sich hieran beteiligt haben, gilt der Dank von Pastor und Ortsvorsteher, genauso wie den Frauen aus der Nachbarschaft der Kapelle, die sich seit Jahr und Tag um den Innenraum kümmern. "Sie alle haben dazu beigetragen, dass die Kapelle, die schon immer ein kleines Schmuckstück war, nun ein Kleinod für das Dorf geworden ist", sagt in einer Pressemitteilung Ortsvorsteher Trampert. red