Neue Impulse für Waderns Herz

Wadern. Wie die Unterstraße aufpeppen? Wie die Straße An der Kirche attraktiver gestalten? Über Ideen, wie das funktionieren könnte, haben sich die Verantwortlichen aus dem Waderner Rathaus lange den Kopf zerbrochen. Am heutigen Donnerstag wollen sie mit den Anwohnern in der Herbert-Klein-Halle über ihre Vorstellungen diskutieren

Wadern. Wie die Unterstraße aufpeppen? Wie die Straße An der Kirche attraktiver gestalten? Über Ideen, wie das funktionieren könnte, haben sich die Verantwortlichen aus dem Waderner Rathaus lange den Kopf zerbrochen. Am heutigen Donnerstag wollen sie mit den Anwohnern in der Herbert-Klein-Halle über ihre Vorstellungen diskutieren.Dass sich die Autos Stoßstange an Stoßstange durch die Straßen quälen, wirkt sich nach Ansicht von Martin Vorreiter von der Waderner Stadtverwaltung alles andere als positiv auf diesen Bereich im Herzen Waderns aus. Auch dass täglich rund 120 Busse diese Route passieren, macht die Sache nicht besser. Im Gegenteil. Das hohe Verkehrsaufkommen schreckt eher ab, als es nutzt - sowohl für Immobilienbesitzer, als auch für Fußgänger.

"Unser Ziel ist es, den historischen Kern der Stadt mit Marktplatz, Kirche und dem Platz vor dem Öttinger Schlösschen nachhaltig attraktiver zu machen", sagt Waderns Bürgermeister Fredi Dewald.

So soll der Straßenraum schmaler gemacht werden.

Statt einer breiten Fahrbahn schweben den Verantwortlichen Parktaschen und viel Grün vor. Kopfsteinpflaster und eingefärbter Asphalt sollen nach Darstellung von Vorreiter das bislang triste, eintönige Grau auf der Fahrbahn ersetzen.

Und der Busverkehr soll, so der Wunsch der Planer, umgeleitet werden. "Es ist möglich, dass dann sogar eine Bushaltestelle in diesem Bereich wegfällt", meint Vorreiter - eine Maßnahme, die mit den Anwohnern vorab abgesprochen werden sollte, wie er meint. So wollen Planer, Ortsrat und die Aktionsgemeinschaft "Zukunftsfähiges Wadern" heute Abend jede Menge Meinungen von Bürgern einholen.

"Vielleicht empfinden die Anlieger den Wegfall einer Bushaltestelle als positiv, weil sie dann nicht mehr in ihrer Nachtruhe nicht gestört werden", mutmaßt Vorreiter. Schließlich starteten die Busse schon in aller Herrgottsfrühe.

Läuft alles nach Plan der Verwaltung, könnte die Umgestaltung von Unterstraße und der Straße An der Kirche, ein Terrain von etwa 800 bis 1000 Metern, schon bis Ende kommenden Jahres umgesetzt sein.

Über die Kosten vermag man im Waderner Rathaus noch keine Angaben zu machen. "Es kommt darauf an, ob eine große oder kleine Lösung zum Tragen kommt und welche Materialien benutzt werden", sagt Vorreiter. Eines steht für die Waderner jetzt schon fest: Gefördert wird diese Maßnahme auf jeden Fall. Ein Zuschuss fließt aus dem Städtebauförderprogramm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren". 2009 sei die Innenstadt in dieses Förderungspaket aufgenommen worden. "Die Aufwertung des Terrains soll die Anlieger motivieren, sich mit Maßnahmen an ihren Immobilien an der Umgestaltung zu beteiligten", nennt Martin Vorreiter einen Wunsch der Stadt.

Eine gemeinsame Aktion von Stadt und Bürgern, da sind sich die Verantwortlichen aus dem Rathaus sicher, könnte diesen historischen Kern von Wadern ansprechender machen - für neue Gewerbetreibende ebenso, wie für Kunden. "Unser Ziel ist es, den Bereich nachhaltig attraktiver zu machen."

Bürgermeister Fredi Dewald

Auf einen Blick

Zur Bürgerversammlung lädt die Stadt Wadern für heute, Donnerstag, 19. April, 18.30 Uhr, in die Herbert-Klein-Halle Wadern ein.

 . . . sondern auch jede Menge Autos. Fotos: Stadt Wadern
. . . sondern auch jede Menge Autos. Fotos: Stadt Wadern

Vorstellt werden die Pläne für die Umgestaltung des Straßenraums "An der Kirche/Unterstraße" und die städtebaulichen Entwürfe für den Bebauungsplan "Im Brühl" in Wadern. red