Losheim: Der Campingpark Losheim bietet Erholung direkt am Stausee

Camping in Losheim : Nah am Wasser und mitten im Grünen

Der Camping- und Ferienpark Losheim ist der größte Campingplatz im Kreis. Von nah und fern zieht es die Menschen hier hin.

Die Ferien haben kaum angefangen, und doch ist der Andrang vor den Toren des Losheimer Camping- und Ferienparks schon groß. Mit 300 Zeltplätzen, 76 Betten im Ökodorf und 100 Stellplätzen für Wohnmobile ist er mit Abstand der größte im Kreis. Die Nähe zum Losheimer Stausee und seine Lage im Grünen ziehen die Gäste zusätzlich an. Am See gibt es für die Gäste neben dem 4,1 Kilometer langen Seerundweg mit der Galerie der Bäume des Jahres den Seegarten, Badestrände, eine Kneipp-Anlage, Gastronomie, einen Tretbootverleih, eine Minigolfanlage, Wander- und Radwege sowie ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm, darunter die Konzerte im Strandbad.

Pächter Werner Harth ist seit 1981 für die Campinganlage am Stausee verantwortlich, wie er verrät. „Das Publikum hat sich seit damals stark verändert“, erinnert sich Harth. „Früher kamen die Gäste mit dem VW-Bus und dem Surfbrett auf dem Campingplatz, heute mit luxuriös ausgestatteten Wohnmobilen.“ Im Gegensatz zu früher wollten es die Menschen heute auch im Campingurlaub bequem haben, erklärt der erfahrene Pächter. Die meisten wollten sich nicht mehr die Mühe machen, ein Zelt aufzubauen. Immer öfter heiße es daher „Glamping statt Camping“.

Über 25 000 Übernachtungen verzeichnet der Campingpark laut Harth pro Jahr, Dauergäste nicht mitgerechnet. Doch diese machen den Großteil der Camper auf dem Losheimer Campingplatz aus, 320 sind es nach Angaben des Pächters. Dauercamper verbringen mehr als sechs Monate im Jahr auf dem Campingplatz. Ihr eigens eingerichtetes Haus oder ihr Campingwagen ist für sie wie ein Wochenend- oder Ferienhaus. Ihre freie Zeit verbringen sie hier, doch zum festen Wohnsitz wird der Campingplatz nicht. Von weit her zieht es Campingfreunde an den Stausee. Simone Reichelt und Sara Zimmer wohnen in Sulzbach, ihre Freizeit verbringen sie jedoch liebend gerne hier auf dem Campingplatz. Reichelt ist seit September vergangenen Jahres Dauercamper, Zimmer schon etwas länger. Auch vorher sind sie regelmäßig nach Losheim gefahren, haben dann aber immer im Zelt übernachtet. „Der Campingplatz bedeutet für uns Entspannung, wir kommen weg vom Alltag“, sagen Reichelt und Zimmer. Am Wochenende sind sie rund um die Uhr hier, sagen die beiden Frauen, auch ihre Ferien und sonstigen freien Tage verbringen sie gerne auf dem Campingplatz. Und das trotz der weiten Fahrt? „Ja, es lohnt sich“, sagen die beiden.

Ein Stück von den Häusern und Wohnwagen der Dauercamper entfernt, nahe am Waldrand gelegen, findet sich das Ökodorf. Es trägt diesen Namen, weil es komplett in ökologischer Bauweise errichtet wurde. Insgesamt neun Hütten und ein Gemeinschaftshaus stehen hier und können individuell gebucht werden. Das Feriendorf richtet sich vor allem an Vereine, Schulen und Familien, erläutert Harth. Alle Hütten seien behindertengerecht. Kinder tollen auch an diesem Tag durch das Dorf. Sie kommen aus der Gemeinde Nonnweiler, genauer gesagt aus Otzenhausen. Organisiert hat diese Ferienfreizeit der Vogel- und Pflanzenschutzverein Otzenhausen. Die Betreuer sind Monika und Martin Freis mit ihrem Sohn Marcel sowie Philip Mattern, Eva Heinz und Uwe Huth. „Wir organisieren diese Ferienfreizeit bereits seit 27 Jahren, und seit 17 Jahren kommen wir hierher auf den Losheimer Campingplatz“, erzählt Huth, Initiator der Ferienfreizeit. Diese findet immer in der ersten Woche der Sommerferien statt.

Zusammen mit den Kindern im Alter zwischen acht und 14 Jahren fahren die Betreuer mit dem Fahrrad von Otzenhausen nach Losheim. „Auf einem Anhänger wird alles Gepäck und die Verpflegung verstaut“, erläutert Monika Feis. Im Ökodorf sind sie nun schon das fünfte Mal, verraten die Betreuer. „Das Dorf bietet sich vor allem an, wenn man mit Kindern anreist. Hier ist keine Straße in der Nähe und man kann die Kinder in Ruhe spielen und laufen lassen“, sagt Martin Feis.

Simone Reichelt (links) mit ihrem Sohn und Sara Zimmer mit ihrem Neffen: Alle vier stammen aus Sulzbach. Foto: Martin Trappen

Näher am See liegen die Zeltplätze, rund einen Kilometer vom Strandbad entfernt. Neben den kleineren Plätzen für einzelne Gäste oder Familien bietet der Campingpark Losheim auch einen Gruppenzeltplatz, etwa für Vereine oder Schulkassen. Hier ist in dieser Woche die Jugendfeuerwehr der Stadt Wadern untergebracht.

Die Betreuer der Kinderfreizeit im Ökodorf: (oben, v. l.) Marcel Feis, Martin Feis, Uwe Huth, (unten, v. l.) Monika Feis und Eva Heinz. Foto: Martin Trappen

Seit 2013 organisiert die Feuerwehr dieses Zeltlager alle zwei Jahre für die Jugendwehren aller Löschbezirke der Hochwaldstadt. Vorausgesetzt, es ist genug Zeit und Geld da, sagt Betreuer Christian Arend vom Löschbezirk Morscholz. Rund 80 Personen sind in diesem Jahr dabei, sagt er, Kinder und Betreuer zusammengerechnet. Von Mittwoch bis Sonntag sollen sich hier vor allem die Kinder der einzelnen Jugendwehren der Stadt Wadern untereinander kennenlernen, erklärt Arend. Daher veranstalten die Betreuer vor allem Kennenlernspiele, manchmal wird aber auch gebastelt. An diesem Tag haben die Kinder etwa Vogelhäuser gebaut und Räuber und Gendarme gespielt. Am Samstag findet zum Abschluss eine Zeltolympiade statt. Ausgezeichnet wird sowohl der Löschbezirk mit den meisten Punkten als auch die Gruppe, die ihr Zelt besonders gründlich aufräumt. So sollen Spaß und Lernen verbunden werden, sagt Arend.

Die Kinder der Feuerwehren der Stadt Wadern bei ihrem Aufenthalt auf dem Losheimer Campingplatz. Foto: Martin Trappen
Werner Harth, Pächter des Camping- und Ferienparks. Foto: Martin Trappen

Inzwischen ist das Lager längst vorbei. Den Lagerpokal sicherten sich die Jungs und Mädels des Löschbezirks Wadrill. Den Preis für das sauberste Zelt gewannen die Morscholzer Nachwuchs-Wehrleute. Den Siegern gratulierte auch der Waderner Bürgermeister Jochen Kuttler.