Losheim: Unbekannte haben Gemeinschaftsschule und Schwimmbad beschädigt

Losheim : Schule und Schwimmbad Ziel von Vandalen

In Losheim haben unbekannte Täter den Gebäuden der Gemeinschaftsschule und des Schwimmbades schwere Schäden zugefügt.

Wie kleine Puzzleteile liegen die zerbrochenen Platten auf dem Boden verteilt, dazwischen verteilt sind mehrere Glasscherben. „Das könnten Bierflaschen sein“, vermutet Norbert Müller, erster Beigeordneter der Gemeinde Losheim, als er sich den Schaden ansieht, den Unbekannte an der Peter-Dewes-Gemeinschaftsschule hinterlassen haben. Als Tatzeit wird der Zeitraum zwischen Donnerstag, 18. Juli, und Montagmorgen vermutet. Mit Pflastersteinen hatten die Täter die Glasscheiben an einer der Seiteneingangstüren stark beschädigt, auch wurden nach Auskunft der Polizei mindestens zwei Glaselemente einer Glasüberdachung ramponiert. Den Schaden habe der Hausmeister am Montagmorgen gegen sieben Uhr bei seinem Kontrolldurchgang entdeckt und gemeldet.

Auch die Rückwand des Losheimer Schwimmbades wurde demoliert. Müllers Blick wandert an der Fassade nach oben, mehr als ein Dutzend der Platten sind ebenfalls kaputt. „Wahrscheinlich auch mit den Pflastersteinen der Baustelle“, vermutet Armin Stengel, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Nordsaarland. Seit etwa zwei Wochen erneuert eine Firma den Innenhof der Schule und legt neue Verbundsteine. „Die Innenhöfe sind immer gefährdet, weil man dort nicht einsehen kann“, sagt Müller. Neben den Sachbeschädigungen besprühten der oder die Täter Fassaden und Glasflächen an der Schule mit unterschiedlichen Darstellungen, darunter ein Hakenkreuz und eine SS-Rune. Wie die Polizei mitteilt, kam es in der Vergangenheit wiederholt zu Sachbeschädigungen an der Schule. Allerdings: „So wie jetzt hatten wir an der Schule noch keinen Fall“, sagt Stengel, der die Vandalismus-Fälle als „ungewöhnlich“ beschreibt. Ein Problem: Die Schule ist sehr verwinkelt und bietet nicht in jede Ecke Einsicht. Darüber hinaus ist sie nicht befriedet und somit auch nachts zugänglich. Außerdem sind aktuell Ferien, da wird die Schule nicht besucht.

Unbekannte haben an eine Tür der Gemeinschaftsschule ein Hakenkreuz und eine SS-Rune gesprüht. Foto: leis/Tina Leistenschneider

„So was setzt uns schon zu und ärgert uns auch“, sagt Müller, zugleich sei man dagegen jedoch in gewisser Weise „ohnmächtig“, weil unklar sei, wie man dieses Problem der Sachbeschädigungen in den Griff bekomme. Die Schäden am Schwimmbad sollen nach den Worten von Müller noch in den Ferien behoben werden. Ein Problem könnten die Platten darstellen, meint der erste Beigeordnete. Es handele sich um Eternitplatten, die möglicherweise noch mit Asbest belastet seien.

Auch mehrere Glasscheiben wurden beschädigt. Foto: leis/Tina Leistenschneider

Im Gegensatz zur Schule gehört das Schwimmbad der Gemeinde. Der Träger der Gemeinschaftsschule ist der Landkreis. „Dieser Vorfall ist mehr als ärgerlich. Der Schaden ist immens und wir hätten das Geld für deutlich wichtigere Dinge gebrauchen können“, sagt Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich. Auf Anfrage teilte das Landratsamt mit, dass bei sicherheitsrelevanten Schäden der betroffene Bereich abgesperrt oder provisorisch repariert werde. In Fall der Peter-Dewes-Gesamtschule werde nun ein Glaserbetrieb mit der Reparatur der insgesamt vier zerstörten Fensterscheiben beauftragt und ein Malerbetrieb die verputzten Flächen überstreichen. Für die Reinigung des Sichtmauerwerks müsse anhand der verwendeten Farben ein passendes Verfahren gewählt werden. Die Kosten zur Wiederherstellung werden auf rund 7000 Euro geschätzt. Die Arbeiten hierzu würden schnellstmöglich vergeben.

„Wir bitten die Anwohner, die Kreisverwaltung beziehungsweise die Polizei sofort zu informieren, wenn ihnen Sachdienliches auffällt“, teilt die Landrätin mit.

Sachdienliche Hinweise an den Polizeiposten in Losheim, Tel. (0 68 72) 9 15 01, sowie die Polizei-Inspektion in Wadern, Tel. (0 68 71) 9 00-10.