Erbringen : Erbringer feiern die Heilige des Lichtes

Am kommenden Freitag, 13. Dezember, gedenken die Erbringer der Schutzpatronin ihrer Dorfkapelle, der heiligen Luzia.

Nicht nur in Schweden wird St. Luzia als Heilige des Lichts besonders verehrt, sondern auch in Erbringen. Denn die altehrwürdige, hoch über dem Dorf stehende, weithin sichtbare Kapelle trägt ebenfalls ihren Namen. So feiern die Erbringer dort traditionell ihren Namenstag am 13. Dezember, diesmal also am kommenden Freitag, mit einer Winterkirmes, dem sogenannten Luzeientag.

Nachdem dieser Brauch mit seiner Lichtfeier über viele Jahre im Ort ruhte, beschloss der Erbringer Ortsrat im Jahre 1994 dessen Wiederbelebung mit einer Heiligen Messe in der Kapelle nebst einer Lichterprozession. Um 17.30 Uhr werden die Kita-Kinder an der Erwringer Scheier die Feier mit Liedern und einem Lichtertanz eröffnen.

Von dort aus führt dann eine Lichterprozession der Bevölkerung unter musikalischer Begleitung der Litermontmusikanten und Fackelträgern der Feuerwehr hinauf zur Kapelle, wo Pastor Wolfgang Goebel die feierliche Messe zelebrieren wird. Die Mitgestaltung übernehmen die Kommunionkinder von Erbringen und Hargarten sowie der Erbringer Bürger Siegfried Seger am alten Harmonium. Dieses Musikinstrument aus rötlich-braunem Holz mit Verzierungen, zwei Pedalen und beiderseitig geschwungenem Notenständer sowie zwei hölzernen Handgriffen zum Transport war ursprünglich im Besitz einer Familie Hector von der Kondler Mühle in Beckingen.

Um das Jahr 1950 erwarb es Georg Felten, der im Obergeschoss der Gaststätte Ternig (Mann) in Erbringen wohnte. Der verkaufte es dann Mitte der 60er Jahre an Erhard Seger, den späteren Bürgermeister der Gemeinde Beckingen und langjährigen Dirigenten des Männerchores Düppenweiler. Dieser tat damit nach einiger Zeit ein gutes Werk und schenkte das Harmonium vor der Jahrtausendwende der Pfarrgemeinde Reimsbach für die Erbringer Kapelle, um die sich Siegfried Seger vom Erbringer Heimatverein seit vielen Jahren mit großem Engagement kümmert und schon einige Sachspenden zur besseren und schöneren Ausstattung leistete.

2010 nahm er dann als mit der Materie vertrauter Musik- und Instrumentenkenner eine umfassende Restaurierung des in die Jahre gekommenen Harmoniums vor, das, seitdem vornehmlich von ihm selbst bei kirchlichen Festen und Veranstaltungen gespielt, in alter Frische erklingt. Das wird auch nun wieder zur Verschönerung der Patronatsmesse so sein. Natürlich wird Siegfried Seger auch das vom ehemaligen Reimsbacher Pastor Hubert Zimmer getextete „Luzialied“ ertönen lassen, zu dem er die entsprechenden Noten geschrieben hat. Nach der Messe geht es zurück in die Erwringer Scheier zu einem gemütlichen Beisammensein, wozu die Bevölkerung herzlich eingeladen ist.